23. Juli – Klettergarten Vosswinkel

Veröffentlicht in Real Life am Juli 29, 2008 von nuemsche

Das nächste große Ereignis nach der Loveparade in Dortmund war, laut Kamera, der Klettergarten in Vosswinkel. Dort gibt es einen Wildwald, in dem man übrigens wunderbar fotografieren kann. Mittendrin liegt der besagte Klettergarten. Ich war jetzt schon zweimal im Wildwald selber und einmal im Klettergarten, ich find den Wald dort toll. Die Pfade, die teilweise mitten durchs Dickicht führen, sind richtig schön.

Zuvor war ich immer nur mit Alex alleine dort, dieses Mal war auch Franky und mein liebes (*hust*) Schwesterherz, Oda genannt, dabei:

Bevor jemand fragt: Der Name kommt aus dem Altnordischen. Mehr weiß ich auch nicht.

Der Klettergarten dort besteht aus 5 Parcours, die direkt in die Baumwipfel gebaut wurden. Du kletterst also von Baum zu Baum über Seile, Baumstümpfe etc. oder fährst mit Seilbahnen von einer Plattform zur nächsten. Nachdem du Helm und Eierkneifer das Sicherheitsgeschirr angelegt hast, geht es zuerst auf die grüne Einführungsstrecke, wo man in einer kleinen Gruppe gezeigt bekommt, wie man sich zu verhalten hat. (Das mit der Sicherheitskleidung geht eigentlich – Vorausgesetzt man zieht sich eine Hose an, die etwas lockerer ist. Röcke sind logischerweise auch nicht zu empfehlen. Was sich in den Taschen befindet, muss man eh abgeben) Nie mit nur einem Karabiner sichern, sondern mit beiden und gegeneinander versetzt, immer in Kontakt mit dem Vorder- oder Hintermann bleiben… Sowas eben. Zumindest das mit dem Kontakt haben wir uns nach einer gewissen Zeit gespart. Ich turn da schließlich in 12 Meter Höhe herum, da bin ich schon selbst daran interessiert, dass ich richtig hänge. Von daher fand ich es etwas überflüssig, meinen Vordermann, der meistens schon eine Plattform weiter ist, zu fragen, ob ich den ersten Karabiner lösen darf.

Auf der Übersicht hier ist unter anderem der gelbe Parcours für die Kleinen zu sehen. Da hat Oda sich die meiste Zeit über aufgehalten, weil sie nur bis 1,75m greifen konnte und daher nicht auf die anderen Parcours durfte.  Gelb war somit ziemlich einfach und blieb die ganze Zeit unter 5m Höhe. Das einzig Fiese war eigentlich die Wippe, wenn man sie vorher nicht kannte. Franky, der vorging und ohnehin schon mehr Höhenangst als ich hatte, hat sich auch dementsprechend erschrocken, als das scheinabr stabile Brett unter seinen Füßen auf einmal nachgab.

Das ist natürlich nicht Frank. Als nächstes stand dann der blaue Parcours auf dem Plan. Blau ist zwar noch mit 5 – 9m noch nicht so hoch, wofür ich auch dankbar war, aber etwas verzwickter. Verzwickter als der rote Parcours, der danach in 8 – 12m Höhe kam. Bei Blau gibt es nämlich Stationen, bei denen Gleichgewicht gefragt ist, wie dem Hängenden X beispielsweise. Das sind zwei Seile, die so aufgehangen wurden, dass sie sich in der Mitte treffen und auf die Weise ein X bilden; du musstest also mittendrin umsteigen. Das war nicht ganz so angenehm, wenn man da unüberlegt ranging. Ich kannte die Strecke ja schon vom letzten Mal, deshalb hatte ich den Trick bereits raus. Rot dagegen spielte mehr mit der großen Höhe, das war nicht ganz so anspruchsvoll. Beispielsweise gab es an der höchsten Stelle eine Station, bei der du nur den Fuß in eine Schlaufe stellen solltest, um dann stehend wie mit einer Seilbahn zur nächsten Plattform zu fahren. Bei den richtigen Seilbahnen kannst du dich immerhin zurücklehnen und fühlst das sichere Geschirr, das dich hält. Das einzige Mal, wo ich bei Rot fast runtergefallen wäre, war beim Skateboard. Meinem Vordermann hatte ich liebenswürdigerweise noch geholfen; dafür hatte ich keinen mehr, der mir das blöde Teil festhält, bis ich sicher stehe. Das Ding neigte nämlich dazu, vorzeitig abzufahren und war allgemein etwas unhandlich… Das Ende war zwar nicht schwierig, kostete aber etwas Überwindung. Dort galt es nämlich einfach von der Plattform zu springen. Gut, man war durch so einen Seilzug gesichert, der einen theoretisch sanft auf den Boden bringen sollte. Trotzdem war das ein blödes Gefühl, einfach von der Plattform zu springen. Meine Kamera war natürlich im Rucksack unten am Boden, sonst hätte ich auch insgesamt mehr Fotos von den Strecken. So hatte ich nur am Ende kurz Zeit… Auf den beiden waren Franky und ich übrigens allein, weil Alex lieber auf unsere Schwester aufgepasst hat.

Meine Wenigkeit in Kankras Netz. Auf dem blauen Parcours.

Und einige Unbekannte, bzw. Franky auf dem roten Parcours…

Es gab auch noch einen violetten Parcours in 16m Höhe, der ganz neu dazugekommen ist. Den kannte ich noch nicht, hatte aber auch keine Gelegenheit, ihn mal zu probieren. Nach Grün, Gelb, Blau und Rot war nämlich die Zeit um, was sicher mit dem Stau auf dem blauen Parcours zusammenhing. Wenn man solch extreme Höhenangst hat wie die vor uns… Naja, ich sag besser nichts.

Violett war auf jeden Fall trotz, oder eher gerade wegen, der großen Höhe noch einfacher als Rot, hab ich mir sagen lassen. Nur eine Stelle war wirklich eklig, mit freihängenden Baumstämmen. Da konnte man leicht mal eben Spagat üben.

Das Highlight war eine herrlich lange Seilbahn, die ich auch gerne ausprobiert hätte. Die Seilbahnen waren toll. Reinlegen und sicher zu Boden gleiten… Bei der Seilbahn hier musste man nur aufpassen, dass man genug Schwung hatte, sonst ist man auf dem letzten Drittel plötzlich verhungert.

Das Foto hier, ebenso wie die von uns auf den anderen Strecken, sind übrigens von Alex. Der hatte nämlich Gelegenheit, Violett mal auszuprobieren, nachdem Oda in Begleitung von einer Aufsicht zum xten Male Gelb geklettert ist. Die nächsten beiden stammen wieder von mir, als ich von unten auf Alex herangezoomt habe.

Das Letzte gefällt mir vom Licht her besonders. Um 20.00 Uhr schloss der Klettergarten leider, wir waren bereits die letzten, die nachdrücklich herausbugsiert wurden… Auf unserem Weg zurück durch den Wildpark kamen wir unter anderen noch an einem Spielplatz vorbei…

Wir haben sie dann ein paar Meter weiter wieder aufgegabelt.

Oh, erwähnte ich bereits, dass man im Wald dort wunderbar Fotos schießen kann? Hier kommen die ersten Blumenbilder, Pflanzen halten wenigstens still.

Hach. Für die Nachtjäger kamen wir leider zu spät. oder zu früh, wie man’s nimmt.

Nach der Fütterung lagen sie nämlich größtenteils faul in ihren Bauten, so wie die Füchse. Die Uhus waren draußen, allerdings zu weit weg, da hab ich keine scharfe Aufnahme in dem Dämmerlicht hinbekommen. Ein Dachs war draußen und die Waschbären sind extra noch mal herausgekommen…

Buh! (Man beachte vor allem die rotglühenden Augen, wenn man das Foto mal vergrößert.)

Vosswinkel ist übrigens nur 25km von Dortmund entfernt. Naz? Wär das nicht was für dich?

19. Juli – Disbeliever!

Veröffentlicht in Real Life am Juli 27, 2008 von nuemsche

So, hier kommt der erste Blogeintrag zu meinem Aufenthalt in Iserlohn. Ich fang mal nicht direkt am Anfang an, sondern pick mir gleich ein größeres Ereignis raus. Die meisten Bilder, die ich gemacht habe, zeigen eh nur Nahaufnahmen von Blumen.  Wahlweise mit oder ohne Insekten… 

Also – Die Loveparade. Ja, ich war da. Klingt komisch, is’ aber so. Mein Bruder wollte unbedingt dorthin, schließlich „muss“ man sich das ja mal angucken, wenn so eine große Veranstaltung schon aus Berlin, der Hauptstadt, bis fast vor die eigene Haustür gezogen kommt. Und da er großer AC/DC-Fan ist und auch viel Rock hört und ein Kumpel von ihm, der ebenfalls mitgekommen ist, sogar auf Death Metal steht, dachte ich mir, bin ich auch in guter Gesellschaft. Alex, mein Bruder, meinte eigentlich vorher schon zu mir, dass zumindest die Menschenmassen mit Sicherheit interessant wären, wenn schon die Musik wahrscheinlich nichts für mich wäre. So hab ich mich also überreden lassen, mitzukommen.

Das ist Franky, Alex’ Kumpel. Und die Mayersche!

Die aber leider zu hatte. Apropos: Auch wenn an dem Tag die Straßen voller Müll und Schlamm waren, aber so hässlich finde ich Dortmund gar nicht. Gut, der Hauptbahnhof ist nicht der Schönste, aber die Innenstadt finde ich gar nicht so übel. Dortmund hat immerhin eine. Alex konnte auch nicht verstehen, warum Dortmund gerade diesen Ruf hätte, als ich ihm davon erzählte. Er meinte, es gäbe im Ruhrgebiet Städte, die wären durchweg noch hässlicher. Fällt mir nur gerade so ein, wenn ich das Foto da oben sehe. Der Weg zur Loveparade war ja auch ganz lustig, ebenso wie die Zugfahrt, die über eine Stunde gedauert hat. Das hat sogar noch Spaß gemacht.

Das Wetter war übrigens in Ordnung…

Ein kurzer Nieselregen () und „Schwupps“ waren die Straßen alle leer. Weicheier, diese Raver. Da fand ich das Wetter bei der UT-Rallye unangenehmer.

Ich hab übrigens großen Wert darauf gelegt, ganz in Schwarz zu erscheinen. Schwarze Turnschuhe, schwarze Jeans, schwarzes Longsleeve. Mit Darkseed. Num musste mal wieder aus der Reihe tanzen.

Ist das nicht ein unheimlich sympathisches Lächeln? Meinerseits, wohlgemerkt. Wenn man jetzt noch von den klitschnassen Haaren absieht. Trotzdem wurde ich nur einmal dumm angemacht, weil ich nicht mitzucken mittanzen wollte. Zucken ja, aber nicht so.

Und sowas nennt sich Loveparade. Ich freu mich schon auf das Stemweder Open Air. Mit Musik nach meinem Geschmack und anderen Leuten. Die zwar nicht weniger bekifft sind, aber was soll’s.

Walk and smile cause you are not a dancer
Like those who dance to sounds of coins and gold.
Not your world – primitive and rude…
[...] Burning spirits rising high and I see,
Yes I see, yes I see a flower in you.
When I stare at you I see the dullness gone by,
I am not alone!

Darkseed – Ultimate Darkness

„Ich bin ein Rocker, holt mich hier raus.“, so nach dem Motto. Das Lächeln-und-Winken-Prinzip hat hier leider nichts geholfen… *hust*

Two rushing shades meeting face to face,
Dull procedures come and go every day.
A thousand tricks and one thousand smiles, but
Life is not profound.
[...] Another night and even more days to come
And I’ve to look into mortal faces.
It’s just an act of regret and farewell -
We are nothing!
[...] I look at you and wonder:
Is it me whom I see?
I am one of those mortals too,
I’m lost as well as you.
Where is my sympathy?
I’m not one of those
Who’re loving life, loving life eternally.

Darkseed – Next To Nothing

Nach nur knapp einer Stunde in dem Höllenlärm da kam das, was kommen musste: Ich bin mal eben aus der Masse raus, um ein Dixie zu suchen. Als ich wieder kam waren Alex und Frankie weg. Tja. Ich hab die beiden dann natürlich noch gesucht, was aber angesichts der vielen Verrückten etwas schwierig war und bin dann irgendwann gegen 6 Uhr geflohen. Richtung Innenstadt, der schönen Innenstadt mit der Mayerschen, die aber leider zu hatte. Zum Glück gab es am Bahnhof noch eine Bücherei, die Ritus und Sanctum in einer Ausgabe mit mir unbekanntem Bonusmaterial hatte. Großartig umsehen konnte ich mich dann leider nicht mehr, weil auf einmal überall Polizeisperren errichtet worden waren und es von Menschen nur so wimmelte. Argh! 1,6 Millionen. Das sind mehr als tausendmal so viele Menschen als in ganze Preußisch Oldendorf wohnen. Ich war kurz davor, bei dem ganzen Gewusel und dem Lärm die Krise zu kriegen.

Nach zwei Stunden kam mir dann der Gedankenblitz: „Hey, du hast doch in einer der vielen Taschen das Familienhandy!“ Dooferweise war die Handynummer von Alex, die ich noch hatte, veraltet. Zum Glück fiel mir dann schließlich noch die Vorwahl für Iserlohn ein, so dass Alex über Umwege wusste, wo ich war. Von da an hieß es halt warten. Um 7 hatte ich gesehen, wie der letze Zug gefahren war, nachdem er fast eine Stunde auf dem Bahnsteig gestanden hatte. Abgesehen davon, dass der Bahnhof eh schon heillos überfüllt war, kriegte die Bahn es also mal wieder nicht geregelt, sich an den Fahrplan zu halten. (:mittelfinger:, so to say) Kurz nach Mitternacht kam dann endlich wieder ein Zug nach Hagen, ihr könnt euch vorstellen, was das für ein Andrang war, wenn pro Gleis geschätzte 1000 Leute dorthin wollten. 4 Gleise, 1 Zug. Wir haben’s trotzdem geschafft, weil der Zug genau auf unserer Seite stehen blieb.

Nee, danke. Sowas brauche ich nicht noch mal. Immerhin bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Ich weiss jetzt, dass ich mit Metal und Soundtracks gut bedient bin. Techno ist nichts für mich. Man kann es im Gegensatz zu diesem „Gangster-Rap“, der manchmal morgens im Bus erschallt, ertragen, wenn man die Ohren auf Durchzug schaltet, aber ich bezweifel stark, dass es jemals die gleiche Klasse wie Darkseed erreichen wird. Zumindet für mich, aber sowas ist halt Geschmackssache. Ich brauch einfach ein paar E-Gitarren und eine etwas raue Stimme, die auch etwas zu sagen hat. Das macht Metal für mich aus, wobei ich gerade letzteres wichtig finde. Oder eben schöne Soundtracks. Kein Techno, kein Hip-Hop, bei dem sich der IQ im negativen Zahlenbereich befindet und auch keine halbnackten Mädels in ihren Musikvideos, die Pop-Lieder trällern. Da komm ich besser mit dem Gothic-Image klar.  *übertreib*

Poison in the veins of gracious earth,
Creeping mean disease, a bleeding flow.
[...] Loud horns trumpet the end,
Sounds of perverted disharmony.
We are the tyrants within,
This is my burden to carry.

Darkseed – My Burden

Bei MySpace gibt es übrigens einige tolle Lieder von Darkseed, darunter Sleep Sleep Sweetheart und Save Me. I Deny You ist auch nett. Journey To The Spirit World ist etwas ruhiger. Aww, und Stefan Hertrich, der Sänger bei Darkseed, hat ein neues Album von einem seiner Nebenprojekte herausgebracht. Shiva In Exile, sogenannter Ethno-Metal. Klingt etwas seltsam, ist aber gar nicht so schlecht. Der Mann ist toll. Ich bin dann mal weg…

T. Pratchett – Night Watch

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juli 13, 2008 von nuemsche

Hier kommt jetzt also notgedrungen die Rezension von Night Watch. Wie bereits angedroht, sie wird wahrscheinlich weniger aus Text, sondern mehr aus Zitaten und Smilies bestehen.

Hach. Schon das Cover finde ich ziemlich chic. Diesmal hab ich nicht die seltsame billige Ausgabe genommen, sondern die teure. Ich dachte mir, bei einem Roman, von dem ich zuvor nur Gutes gehört hatte und der bei Amazon volle 5 Sterne bekommen hat, kann ich mir das ruhig leisten. So passt er gut zu meiner Ausgabe von Going Postal, die ähnlich aussieht. Schöner wäre natürlich – mal wieder – die Black Edition gewesen, aber die gibt es ja hier noch nicht. Und ich wag gar nicht erst zu fragen, ob es die in England schon zu kaufen gab.

Doch, das Cover gefällt mir. Mit Vimes junior und senior im Vordergrund, Lu-Tze mit dem Flieder und all den anderen… Soll das ganz links eigentlich Carcer sein? Fiel mir erst ganz am Ende auf, weil ich mir Carcer immer etwas dünner vorgestellt habe. Gerissen und stämmig wollte mir nicht in den Kopf. Und was soll eigentlich der Drache da…?

This morning, Commander Vimes of the City Watch had it all. He was a Duke. He was rich. He was respected. He had a silver cigar case. He was about to become a father.
This morning he thought longingly about the good old days.
Tonight, he’s in them.
Flung back in time by a mysterious accident, Sam Vimes has to start all over again. He must get a new name and a job, and there’s only one job he’s good at: cop in the Watch. He must track down a brutal murderer. He must find his younger self and teach him everything he knows. He must whip the cowardly, despised Night Watch into a crack fighting force – fast. Because Sam Vimes knows what’s going to happen. He remembers it. He was there. It’s part of history. And you can’t change history…
But Sam is going to. He has no choice. Otherwise, a bloody revolution will start, and good men will die. Sam saw their names on old headstones just this morning – but tonight they’re young men who think they have a future. And rather than let them die, Sam will do anything – turn traitor, burn buildings, take over a revolt, anything – to snatch them from the jaws of history. He will do it even if victory will mean giving up the only future he knows.
For if he succeeds, he’s got no wife, no child, no riches, no fame – all that will simply vanish. But if he doesn’t try, he wouldn’t be Sam Vimes.
And so the battle is on. He knows how it’s going to end; after all, he was there. His name is on one of those headstones. But that’s just a minor detail…

Tja. Wo soll ich anfangen? Night Watch war zweifelsfrei anders als die bisherigen Wachenromane. Trotzdem hat es mir super gefallen. Wie ich schon im Forum meinte, das Buch hat allerbeste Aussichten, zu meinem Lieblingswachenroman zu werden. Vielleicht sogar… Nee, erstmal kommen die restlichen Tod-Bücher, bevor ich mich auf eine endgültige Reihenfolge unter den Discworld-Büchern festlege.

Ich weiß gar nicht, was mir am besten gefiel. Die Geschichte war stellenweise, wie man es von Pterry gewohnt ist, wirklich witzig, aber auch an anderen Stellen ziemlich tiefgründig und tragisch. Und was natürlich auch ein großer Pluspunkt ist, sind die vielen, vielen Stellen mit Vimes. An solche Bücher könnte ich mich richtig gewöhnen, wo er ständig im Mittelpunkt steht. Im Gegensatz zu ihm fand ich es durchaus angebracht, dass er neben Vetinari nun zu denen gehört, von denen sich die Assassinengilde fernhält. („…in the old cesspit behind the gardener’s shed, a young man was treading water. Well… treading, anyway.“)

„That, sir, is assault upon a Watch officer,“ said Vimes.
„I’m a Watch officer too, you damn flatfoot! From Cable Street!“
„Where’s your uniform?“
„We don’t wear uniforms!“
„Where’s your badge!“
„And we don’t carry badges!“
„Hard to see why I shouldn’t think you is a common thief then, sir.“

Thii!

One thing Vimes was learning fast was the natural vindictiveness of old ladies, who had no sense of fair play when it came to fighting soldiers; give a granny a spear and a hole to jab it through, and young men on the other side were in big trouble.

Dr. Lawn: „Sergeant, there are no circumstances where the things you’re holding could possibly be used on you. They are… of a feminine nature.“
Vimes: „For the seamstresses?“
Dr. Lawn: „Those things? No, the ladies of the night take pride these days in never requiring that sort of thing. My work with them is more of, shall we say, a preventative nature.“
Vimes: „Teaching them to use thimbles, that sort of thing?“
Dr. Lawn: „Yes, it’s amazing how far you can push a metaphor, isn’t it…“

Das meinte ich mit den typisch witzigen Stellen. Ich mag solche Wortspiele.

Schön fand ich es auch, wenn Vimes John Keel auf alte Bekannte traf und dabei ohne es wahrscheinlich zu ahnen, all die kleinen Gefälligkeiten vollbrachte, von denen sie ganz am Anfang noch an seinem Grab berichten. CMOT Dibbler beispielsweise, der durch Keel erst auf sein Markenzeichen kommt, nachdem er der erste Kunde war, der alles aufgegessen hat. Oder Nobby und sein Löffel. Hope is a new spoon.

A boy stared up at him. It had to be a boy. Nature would not have been so cruel as to do that to a girl. [...] „Look, tell you what, mister, you tell me where you’re going and I’ll stop following you, have we got a deal? Cost you no more’n a penny and that’s a special price. Some people pay me a lot more’n that to stop following’ em.“

Und natürlich die Stellen mit Vetinari…

‘Dark green,’ said the woman. ‘How strange. I understand, Havelock, that you scored zero in your examination for stealthy movement.’
‘May I ask how you found that out, Madam?’
‘Oh, one hears things,’ Madam said lightly. ‘One just has to hold money up to one’s ear.’
‘Well, it was true,’ said the Assassin.
‘And why was this?’
‘The examiner thought I’d used trickery. Madam.’
‘And did you?’
‘Of course. I thought that was the idea.’
‘And you never attended his lessons, he said.’
‘Oh, I did. Religiously.’
‘He says he never saw you at any of them.’
Havelock smiled.
[...] ‘On a different subject,’ she said, ‘what was that business with the book? I did not like to take too much notice.’
‘Oh, it was an extremely rare volume I was able to track down. On the nature of concealment.’
‘That stupid hulk of a boy burned it!’
‘Yes. That was a piece of luck. I was afraid he might try to read it, although,’ Havelock smiled wanly, ’someone would have had to help him with the longer words.’
‘Was it valuable?’
‘Priceless. Especially now it has been destroyed.’
‘Ah. It contained information of value. Possibly involving the colour dark green. Will you tell me?’
‘I could tell you,’ Havelock smiled again. ‘But then I would have to find someone to pay me to kill you.’

Thii! Photobucket

Eigentlich könnte ich hier sämtliche Stellen mit ihm zitieren.

Vetinari auf Achse gefällt mir nämlich, ehrlich gesagt, noch besser als sonst. Und jetzt weiß ich wenigstens auch, woher er seine diversen Informationen herbekommt. Wer weiß, wo er sonst noch überall herumsteht, außer am Temple of Small Gods…

Reg Shoe: „You’d like Freedom, Truth and Justice, wouldn’t you, comrade sergeant?“
Vimes: „I’d like a hard-boiled egg.“
Reg Shoe: „In the circumstances, sergeant, I think we should set our sights a little higher–“
Vimes: „Well, yes, we could. But… well, Reg, tomorrow the sun will come up again, and I’m pretty sure that whatever happens we won’t have found Freedom, and there won’t be a whole lot of Justice, and I’m damn sure we won’t have found Truth. But it’s just possible that I might get a hard-boiled egg.“

Photobucket

„Hero worship, he thought. That sort of thing can turn you blind.“ *hust*

Reg war auch toll. Und seine Sterbeszene war eine der heroischsten, die ich kenne. Photobucket

He held the flag like a banner of defiance. „You can take our lives but you’ll never take our freedom!“ he screamed. Carcer’s men looked at one another, puzzled by what sounded like the most badly thought-out war cry in the history of the universe.

„He’s still breathing, sarge!“ said Wiglet.
„Right, right,“ said Vimes. It was amazing how willing people were to see life in the corpse of a friend.

He did the job he didn’t have to do. Photobucket

Das letzte Drittel des Buches hat mir überhaupt noch am besten gefallen. Hach. Am liebsten würde ich einfach die Hälfte davon abtippen. Stattdessen beschränke ich mich lieber darauf, auf diese tolle Seite hinzuweisen; für die, die sie noch nicht kennen. Diese hier ist auch ganz interessant.

Unter deviantART gibt es noch mehr von denen… Were you there? ist noch schön. Genauso wie All The Little Angels, The End of Cake (Chrchrchr…), Horace Nancyball und Havelock.

Natürlich bekommt Night Watch die volle Punktzahl. 10 von 10 Sammies. Mit einer Fliederblüte, versteht sich.

Meine Lieblingsszene befand sich übrigens ganz am Ende… Photobucket

Vetinari: „‘You know, it has often crossed my mind that those men deserve a proper memorial of some sort.“
Vimes: „Oh yes? In one of the main squares, perhaps?“
Vetinari: „Yes, that would be a good idea.“
Vimes: „Perhaps a tableau in bronze? All seven of them raising the flag, perhaps?“
Vetinari: „Bronze, yes.“
Vimes: „Really? And some sort of inspiring slogan?“
Vetinari: „Yes, indeed. Something like, perhaps, ‘They Did The Job They Had To Do’?“
Vimes: „No! How dare you? How dare you! At this time! In this place! They did the job they didn’t have to do, and they died doing it, and you can’t give them anything. Do you understand? They fought for those who’d been abandoned, they fought for one another, and they were betrayed. Men like them always are. What good would a statue be? It’d just inspire new fools to believe they’re going to be heroes. They wouldn’t want that. Just let them be. For ever.

Sex ist Apfelsaft!

Veröffentlicht in WWW am Juli 12, 2008 von nuemsche

Und wieder schlägt die Langeweile zu. Und da ich gestern Night Watch (Awww!) zu Ende gelesen habe und nun ganz ohne (interessante, nicht gelesene) Bücher dastehe (*schnüff*), blogge ich mal ein paar Sinnlosigkeiten. Schade, dass ich schon wieder meine Kamera vergessen habe, als wir zum Gut Engershausen gefahren sind. Dort war eine Wildgartenaustellung. Fast so schön wie auf der Landesgartenschau Rietberg, aber da konnte ich ja auch keine Fotos machen.

Ich hab jetzt die beiden Alben Schieb, du Sau! und Nix da! Leck mich, auf geht’s! von Euren Müttern. Für alle, denen das immer noch nichts sagt:

Thihi. Das geht ja noch. Auf den beiden Alben sind andere Titel, die sind deutlich versauter. Billige Reize beispielsweise oder Der Masochist. Gibt es auch auf YouTube. Mein Schwesterherz war davon schwer begeistert, meine Mutter weniger. Aber ich bin ja sowieso ein schlechter Einfluss auf meine Schwester.

Ich hab ja auch schon versucht, sie für Rainald Grebe zu begeistern, aber den fanden die beiden langweilig. Gut, meine Mutter hat sowieso einen etwas anderen Humor, fürchte ich.

Chrchrchr. Das hab ich mal mit Cerb im Matheunterricht gesungen, als wieder keiner aufgepasst hat. Dummerweise hat bei „Achtung, Achtung, Sex ist Apfelsaft!“ der ganze Kurs mit einem Mal die Klappe gehalten, Cerb inklusive. Wie immer in solchen Momenten.

Die Fruchtfliegen sind eine Anspielung auf ein anderes Stück von ihm, Bengt bangt. Er mixt das ganz gerne mal.

Bengt sprach ein Mädchen an,
sie wollte nichts von ihm wissen.
Chancengleichheit gibt es nicht
in solchen Verhältnissen.

Bengt steht am Verstärker
und bangt wie ein Berserker.
Mutti hat sich schön im Likör ertränkt,
Bengt bangt.

Jaha. So ist das. Ich könnte noch ein paar Comics von Jamiri posten.

Tod! FOR YOU THE CAKE IS OVER. YOU HAVE REACHED THE END OF CAKE.

Ja, ich bin noch geschädigt von Night Watch. Das Buch war aber auch genial So viel Vimes auf einmal, da stört es mich auch nicht, dass das Buch am Ende so tragisch ist und nicht mehr ganz so witzig wie seine Vorgänger. Und ich brauche noch eine Sense. Eine schöne alte Sense, die ich eventuell bis auf die Klinge schwarz lackiere und mir dann an die Wand hängen kann.

Der nächste Comic könnte was für Naz sein, fällt mir gerade so auf. *hust*

Garfield herrscht.

Wobei das nur für die Comics gilt. Die Filme finde ich sehr gewöhnungsbedürftig. Der erste Teil ging ja noch, der zweite Teil war schon schlecht und der Animationsfilm „Garfield Gets Real“ ist wirklich grottenschlecht. Garfield mit der Stimme von Thomas Gottschalk passt einfach nicht.

Ach, übrigens. Um noch mal auf die Story der Gothic-Serie zurückzukommen…

… und Quelle

Ha! Bin ich neulich drauf gestoßen. Das wollte ich doch nicht auf mir sitzen lassen. Wenn ich schon mal am Computer spiele, dann etwas, was auch eine vernünftige Geschichte hat. Die Musik ist auch schön, in allen drei Teilen. Hier und hier kann man mal reinhören, den kompletten Soundtrack hab ich auf CD…   Assassin’s Creed taucht dafür übrigens bei der besten Grafik auf.

So. Genug Sinnlosigkeiten gebloggt. Jetzt bestell ich mir Thud! und geh mich weiter langweilen.

Flausch!

Veröffentlicht in Real Life am Juli 9, 2008 von nuemsche

Plöp. Sommerferien sind schrecklich. So viel freie Zeit auf einmal und ich weiß gar nicht wirklich, was ich damit anfangen soll.  Also dachte ich mir, könnte ich mal wieder bloggen. Und bei der Gelegenheit gleich mal gucken, was WordPress macht, wenn ich versuche, Videos in den Artikel einzubauen. Rocky war nämlich so nett, mir bei meiner Langeweile Gesellschaft zu leisten…

(Okay, anscheinend gar nichts. Auch gut, dann geh ich halt über Photobucket.

Fuck, geht auch nicht. WordPress sagt, „For security reasons we remove the tags needed for the above [Flash videos and other media]. Your intentions may be innocent but someone somewhere would try to damage the site.“ Ich hab euch auch lieb. Tja. So kann man den Abend auch rumkriegen. Google Video könnte ich noch mal ausprobieren, da hab ich bereits ein Konto.)

Heureka!

Gut, nachdem wir alle Rockys Vorbild Folge geleistet haben und zusammengerutscht sind…

Thihi. Wie sie sich da lang macht. Deshalb brauche ich auch immer so viel Platz auf meinem Schreibtisch, wenn ich nicht will, das Rocky sich Platz macht. Damit hat sie nämlich überhaupt kein Problem. Bestenfalls passiert dann das:

Hach, man hört sie sogar schnurren. (Und Gladiator im Hintergrund, stimmt. Da hatte ich den ganzen Tag Hans Zimmer laufen.)

Die miese Qualität kommt übrigens daher, dass ich die Videos alle mit der Kamera gemacht habe.

Oh. Etwas laut. Aber Rocky ist das ja gewohnt, die stört das auch nicht, wenn ich direkt neben ihr stehe und Posaune übe.

So schmusig ist sie übrigens nahezu immer. Ich hätte eigentlich noch ein Video machen sollen, wo sie auf meinem Schoß sitzt, wenn das möglich gewesen wäre. Dann gräbt sie sich immer unter meine Armbeuge. Das war das erste, was sie damals als kleines Kätzchen gemacht hat, als wir sie gefunden haben. Inzwischen passt da gerade noch der Kopf drunter.

Ich hab gerade mal nach Fotos gesucht, wo sie noch klein ist. Ich vermute allerdings, dass wir da noch gar keine Digitalkamera hatten. Eines der ältesten Bilder ist nämlich das hier:

In solchen Momenten ist sie sehr fotogen, finde ich. Dass ich vorher keine Fotos von ihr habe, könnte auch daran liegen, dass sie mir als Kätzchen oftmals ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Auf dem Bild oben sieht man noch unseren alten Hof (Lilacs!) und wie das so auf dem Lande ist, gab es auch jede Menge herumstreunende Katzen. Eine davon war Stummelschwanz. Stummelschwanz liebte es, sich im Frühjahr mit den Nachbarskatern der alten Damen zu vergnügen. Hier ein Karthäuser, da eine Main Coon… Bei letzterem kann ich sie sogar verstehen, die Viecher sind auch verdammt hübsch. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die oft gebürstet werden wollen. Das Problem war nur, dass Stummelschwanz Katzenschnupfen hatte und den jeden Frühling an ihre Kinder weitergab. Rockys trübes Auge rührt daher, ihr Brüderchen hat uns die blöde Kuh zu spät gebracht, das mussten wir einschläfern lassen. Die Details erspar ich mir… Auf jeden Fall kam der Nachwuchs immer erst in mein Zimmer, wenn sie mal wieder merkte, dass sie es nicht schafft. In der Wohnung waren nämlich unsere etwas tollpatschigen Hunde und wir wollten nicht, dass die Kleinen überrannt werden, wenn die Hunde mal wieder tobten. Tagsüber ging das auch immer, obwohl sie nach ihrer Genesung in der Regel sehr aktiv waren. Endlich mal keine Mama, die einen zurückholt… Nachts kamen sie dann in ihr Körbchen und waren mehr oder weniger ruhig. Nur Rocky nicht. Die hatte nämlich komischerweise von Anfang an einen Narren an mir gefressen und wollte bei jeder Gelegenheit zu mir. Bei den Hausaufgaben, wenn ich las oder eben nachts ins Bett. Num war Ersatzmama Nr. 1. Und weil das blöde Bett so verdammt hoch war, musste man eben so lange Radau schlagen, bis jemand kommt und man getröstet – und durchgeflauscht – wird. Klappte auch meistens, und wenn nicht, musste man sich halt miepend unterhalb vom Kopfende begnügen. Leider bin ich, was meinen Schlaf anbelangt, etwas empfindlich und wenn das die halbe Nacht so geht… Deshalb war Rocky anfangs nicht ganz so beliebt bei mir. (Ersatzmama Nr. 2 wurde dann übrigens später, als sie auch in die Wohnung durfte, unsere Hündin. Bei der hat Rocky dann ständig versucht zu saugen. Irgendwann war Gustel so mit ihrem Hormonhaushalt durcheinander, weil ständig ein aufdringlicher Flauscheball versuchte, an ihren Zitzen zu saugen, dass tatsächlich ein wenig Milch kam. Schade, dass es davon keine Bilder gibt. )

Aber davon hab ich noch Fotos. Rocky war schließlich selber auch zweimal Mama.

Aus dem ersten Wurf stammte Pauline. Pepe, Pippin und Pauline. Da ist Balu der Papa. Zur besseren Erläuterung:

Wenn sich Geschichte wiederholt…

Tante Num diente natürlich immer wieder als Anlaufstelle für all die kleinen und großen Sorgen…  (Ich glaube, ich muss mal einen Blogeintrag nur über Rockys Kinder machen. Da sind noch so schöne Fotos bei. Pepe in der (offenen) Waschmaschine. Leider alle etwas unscharf.)

Der zweite Wurf hat es mir eigentlich mehr angetan. Drei kleine Rockys, das war sooo knuffig. Plumps, der sich immer auf den Hintern fallen ließ, wenn er müde war, Pascha und Mini. Leider wollte mir keiner glauben, dass wir unbedingt Pascha behalten sollten, in den hatte ich mich damals schon verliebt. Pascha sah nämlich nicht nur aus wie Rocky, sondern benahm sich auch so.  Mini, die kleinste, hat dann zuletzt noch in ein Stromkabel gebissen. Scheiße war das.

Isn’t she cunning?

Das war schon in der neuen Wohnung…

Und das vor dem UT. „Ich geh mit. Basta!“

Rocky inna bun gefällig? *flausch*

„Schatz, hör auf. Wir werden bespannt.“

Nur um nochmal zu zeigen, wer hier der Herr im Hause die Herrin des Zimmers ist.

Das war nach ihrer Kastratation, deshalb ihr geschorener Bauch. Die halbe Nacht lag sie da wie tot, nur weil der Tierarzt ihr eine Überdosis gegeben hat. „Die wacht schon wieder auf. Bleiben Sie einfach bei ihr.“, meinte er, als wir ihn nach drei Stunden mal angerufen haben. Gegen halb 1 in der Nacht kam dann eine Bekannte, die auch Tierärztin ist, mit ihrer Ausrüstung und hat ihr dann etwas verabreicht, das sie wieder zurückholt. Ich hatte sie schon abgeschrieben, so kalt und steif war sie. Ich weiß nicht, wem es damals dreckiger ging, Rocky oder mir… Photobucket

Ein Bild zum Schluss noch, das ich beim Aufräumen gefunden habe:

W. Moers – Der Schrecksenmeister

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juni 29, 2008 von nuemsche

Num geht bloggen. Das EM-Finale fängt erst in einer dreiviertel Stunde an. Wer findet den Fehler?

[EDIT: Achtung, freilaufende Spoiler. Mir fällt gerade so beim Nachlesen auf, dass ich dieses Mal besonders viel von der Geschichte verraten habe. Und zum Nachbessern bin ich zu faul...]

Jeder Buchling kennt Hildegunst von Mythenmetz’ fabelhaften Roman über Echo, das Krätzchen – eine zamonische Kratze unterscheidet sich übrigens von unserer Katze lediglich dadurch, dass sie sprechen kann: In Sledwaya, der traurigsten Stadt Zamoniens, ist Echo dermaßen in Schwierigkeiten geraten, dass er gezwungen ist, mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt dem Schrecksenmeister Sledwayas das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muss Eißpin Echo dreißig Tage lang auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtum des Krätzchens gerechnet – vor allem nicht mit seinen neuen Freunden, der letzten Schreckse von Sledwaya, dem Einäugigen Schuhu und einem Gekochten Gespenst.

Das war jetzt also mein dritter Roman aus Zamonien. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich fand ihn nicht ganz so gut wie die Stadt der Träumenden Bücher oder Rumo. Aus einem ganz einfachen Grund: Der Schrecksenmeister ist zu kurz. 

Dementsprechend ist auch die ganze Geschichte ziemlich flott erzählt. Moers wirkt immer etwas kurz angebunden, finde ich. Mal eben kurz in den Unkenwald, sich bloß nicht zu lange dort aufhalten. Izas ersten Aufenthalt im Schloss beenden wir mal eben mit einem Sturz vom Dach… So wirkte das stellenweise auf mich. Das wirkte sich auch auf die Spannung aus, manche Passagen haben mich deutlich mehr gefesselt als andere. Es gab zwar immer so kleine Überraschungsmomente, wie beispielsweise der Sturz vom Dach, die aber im nächsten Moment sofort wieder aufgelöst wurden. Das las sich dann meistens irgendwie… lieblos klingt so hart, das war es eindeutig nicht. Auf jeden Fall wenig originell. Echo fällt dreimal aus großer Höhe, wird zweimal von den Ledermäusen aufgegriffen. Hätte da das eine Mal am Schluss nicht gereicht?

Wenn man das mal mit der Stadt der Träumenden Bücher vergleicht, als Hildegunst von Mythenmetz in eine Falle tappt und nach Unhaim rutscht… Da wirkten sich solche Zwischenfälle noch langfristiger aus. Das meinte ich mit ‘zu kurz’. Insgesamt fand ich die erste Hälfte der Erzählung etwas low. Wayne, genug gemotzt, vielleicht bietet sich der Stoff für eine Odysee à la Buchhaim auch einfach nicht an. Was ich auf jeden Fall gelungen fand, war der Plottwist, bzw. die Plottwiste, mit Fjodor F. Fjodor, dessen Sprachfehler zwar auch nicht neu war, aber lustiger als Gaunabs. Und dass der Liebestrank für Eißpin gescheitert ist, fand ich gut, ebenso wie Izas Tod. Klingt hart, is’ aber so.

Das Finale, die letzten hundert Seiten etwa, waren dann auch spannender als der Rest. Er kann anscheinend besonders gut erzählen, wenn es Schlag auf Schlag geht. Die Revolution der Schmerzkerzen (Thiii! Ich will auch ein paar haben, die fand ich so toll.) und die Weiße Witwe – Das klang schon mehr nach dem alten Moers. Besonders angetan haben es mir ja die Schreckseneichen.

To Isengard! Though Isengard
be ringed and barred with doors of stone;
Though Isengard be strong and hard,
as cold as stone and bare as bone,
We go, we go, we go to war,
to hew the stone and break the door;
For bole and bough are burning now,
the furnace roars – we go to war!
To land of gloom with tramp of doom,
with roll of drum, we come, we come;
To Isengard with doom we come!
With doom we come, with doom we come!

Chrm, falsches Buch. Aber daran musste ich gleich denken, als die Eichen vor dem Schloss standen. Hach.

Ansonsten… Die Wortwitze waren natürlich auch wieder da. Das hätte mich auch arg gestört, wenn die gefehlt hätten. Dass Gofid Letterkerl ein Anagramm für Gottfried Keller ist, hab ich gemerkt, als Seldwyla Sledwaya genannt wurde. Den Namen hatte ich noch von Romeo & Julia auf dem Dorfe im Kopf, so dass ich mich im esten Moment glatt gewundert habe, warum er den Namen nicht umgewandelt hat. Ähnlich wie bei Fjodors Sprachfehler. Die Zeichnungen waren auch wieder schön, wenn auch ein wenig rar. Aber das sind sie ja sowieso. *hust*

Der größte Pluspunkt waren natürlich die Beschreibungen von Echo. Die Szene bei der Degustation war ja mal richtig knuffig, bei der Pinkelung musste ich so lachen.

Das Buch sollte man am besten wirklich mit Katze auf dem Schoß und etwas zu essen neben sich lesen. Rocky lag die meiste Zeit zwischen meinen Beinen und ließ sich kraulen. Dazu noch ein Teller mit Schokoladenkuchen und ‘ne Dose Erdnüsse. So lässt es sich doch leben.

Beim Lesen bin ich immer zwischen 6 und 7 geschwankt, nach dem Finale bekommt Der Schrecksenmeister auf jeden Fall 7 von 10 Schmerzkerzen verliehen. Beim nächsten Mal sollte Moers vielleicht lieber wieder etwas Eigenständiges schreiben übersetzen, nachdem wir schon zweimal das Wunder der Liebe hatten. Auch wenn das Nachwort von Mythenmetz witzig war…

T. Pratchett – Feet of Clay

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juni 25, 2008 von nuemsche

Eigentlich wollte ich Pratchett ja nicht rezensieren. Ich kann irgendwie schlecht in Worte fassen, was mir an seinen Büchern so besonders gut gefällt. Ich versuch’s trotzdem mal…

(Ich mag die amerikanischen Ausgaben nicht. Vor allem diese Zitate vorne, hinten, auf dem Buchrücken. Interessiert das irgendjemanden? Wenn das nicht doppelt so teuer wäre, würde ich mir viel lieber die ganze Reihe in schwarz holen. Photobucket)

It’s murder in Discworld! – which ordinarily is no big deal. But what bothers Watch Commander Sir Sam Vimes is that the unusual deaths of three [Hab ich was verpasst? ] elderly Ankh-Morporkians do not bear the clean, efficient marks of the Assassins’ Guild. An apparant lack of any motives is also quite troubling. All Vimes has are some tracks of white clay and more of those bothersome „clue“ things that only serve to muck up an investigation. The anger of a fearful populace is already being dangerously channeled toward the city’s small community of golems – the mindless, absurdly industrious creatures of baked clay who can occasionally be found toiling in the citie’s factories. And certain highly placed personages are using the unrest as an excuse to resurrect a monarchy – which would be bad enough even if the „king“ they were grooming wasn’t as empty-headed as your typical pottery.

Ich war ja ernsthaft am Überlegen, ob ich mir überhaupt Feet of Clay holen sollte. Im Moment mach ich es nämlich so, dass ich immer ein Buch von meinem Stapel hier ablese und mir erst dann ein Neues kaufe. Bevorzugt aus der Wachenreihe, damit ich die abgearbeitet habe, bevor es TOD an den Kragen geht. Dementsprechend hab ich mir in den letzten Wochen zuerst Guards! Guards! und dann Men at Arms gekauft; beides Bücher, in denen es mitunter darum geht, dass Vetinari abgeschafft werden soll, damit ein neuer Herrscher die Macht übernimmt. Als ich deshalb las, dass hier schon wieder ein Anschlag auf Vetinari (Um Spoiler brauch ich mir keine Gedanken machen, oder?) verübt werden sollte, war ich ja kurz versucht, nicht doch gleich zu Night Watch zu springen. Vor allem, weil ich endlich wissen möchte, was es mit dem verdammten Flieder auf sich hat.

Gut, dass der Sammler in mir mich dazu gezwungen hat, die Reihenfolge einzuhalten. Ja, in dem Punkt gibt es einige Gemeinsamkeiten. Nein, es wird nicht langweilig. Ich weiß nicht, ob ich die beiden Vorgänger einfach nicht mehr so gut in Erinnerung habe, aber Feet of Clay gefällt mir von den Wachenromanen bislang noch am besten. Pratchett ist allgemein toll mit seinem Schreibstil, bei dem von allem etwas dabei ist, darum lese ich ihn momentan ja auch so gerne. Und hier hatte ich das Gefühl, dass von allem noch etwas mehr dabei war.

Ich hab ja schon in meiner ersten Rezension geschrieben, dass ich eigentlich kein großer Krimifan bin. Irgendwie fang ich mich bei den meisten Krimis irgendwo ab der Mitte an zu langweilen. Mag sein, dass hier die Fantasy und sein Stil das wieder größtenteils abfängt, aber gerade bei dem Buch fand ich es genial, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenfinden. Ich bin lange Zeit davon ausgegangen, dass die beiden Fälle wenig miteinander zu tun haben. Oder auch so die diversen Hinweise, die hier schon am Anfang des Buches auftauchten. In der Szene, in der Father Tubelcek stirbt, bin ich automatisch von einem alten Mann mit Holzbein ausgegangen. Der Fremde wirkte so… vivid. Als dann der Verdacht auf die Golems fiel, war ich am zweifeln, ob Vimes da nicht irrt.

Vimes ist sowieso super. Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich diverse Weltbilder zerstöre, aber er ist mir sogar noch lieber als Angua und Constable Downspout. *hust* Seine Kommentare sind mitunter das Beste im ganzen Buch, finde ich. Vor allem seine Gespräche mit Vetinari.

The Patrician waved a hand towards the stairs and his office full of paper. ‘Nevertheless, Commander, I’ve had no less than nine missives from leading religious figures declaring that he is an abomination.’
‘Yes, sir. I’ve given that viewpoint a lot of thought, sir, and reached the following conclusion: arseholes to the lot of ‘em, sir.’
The Patrician’s hand covered his mouth for a moment.

Thiihi.

‘Yes, my lord?’
‘It’s the candle from the other night.’
‘It’s not burned down, my lord? But I saw the candle end in the holder . . .’
‘Oh, of course I cut off enough to make a stub and let the wick burn for a moment. I couldn’t let our gallant policeman know I’d worked it out for myself, could I? Not when he was making such an effort and having so much fun being . . .  well, being Vimes. I’m not completely heartless, you know.’
‘But, my lord, you could have sorted it out diplomatically! Instead he went around upsetting things and making a lot of people very angry and afraid-’
‘Yes. Dear me. Tsk, tsk.’

Photobucket

Was ich fasziniered fand, war auch das bilinguale Wortspiel in dem Wappen von Arthur Carry. Art brought forth the candle – Ars Enixa Est Candelam – Lampe au possoins. Sowas liebe ich. Darum mag ich auch Moers gerne oder Douglas Adams. Wobei Adams, mit dem Pratchett ja oft verglichen wird, eins noch fehlt, meiner Meinung nach. Die philosophischen Inhalte.

‘Excuse Me,’ said Dorfl.
‘We’re not listening to you! You’re not even really alive!’ said a priest.
Dorfl nodded. ‘This Is Fundamentally True,’ he said.
‘See? He admits it!’
‘I Suggest You Take Me And Smash Me And Grind The Bits Into Fragments And Pound The Fragments Into Powder And Mill Them Again To The Finest Dust There Can Be, And I Believe You Will Not Find A Single Atom of Life-’
‘True! Let’s do it!’
‘However, In Order To Test This Fully, One Of You Must Volunteer To Undergo The Same Process.’
There was silence.
‘That’s not fair,’ said a priest, after a while. ‘All anyone has to do is bake up your dust again and you’ll be alive . . .’
There was more silence.
Ridcully said, ‘Is it only me, or are we on tricky theological ground here?’
There was more silence.

Hach. Und da soll Opa noch behaupten, Fantasy wäre zu anspruchslos für mich. Klar, wenn das einzige Buch aus dem Genre, das er kennt, Tintenherz ist… Nichts gegen Cornelia Funke, aber so niveauvoll schreibt sie dann doch nicht.

Tja. Wie sagte schon der/die/das Fantasy & Science Fiction :

„If Terry Pratchett is not yet an institution, he should be“

(Dafür sind die Zitate also da…)

EDIT:
Jetzt hab ich das Wichtigste glatt vergessen. Feet of Clay bekommt 9,5 von 10 Kerzen à la Carry…

Huld und Jubel? :dackelblick:

Veröffentlicht in Real Life am Juni 25, 2008 von nuemsche

FERIEN!

Deutsch: gut

Gut, bin ich vollkommen mit einverstanden. Dafür dass Herr Dr. R. recht philosophisch veranlagt ist und mit uns kaum Deutsch gemacht hat und da ich mich selber nicht als philosophisch bezeichnen würde, eher als besserwisserisch: Gut.

Englisch: sehr gut

Surprise! Surprise!

Ich weiß zwar nicht genau womit ich das verdient habe, aber ich werd ‘n Teufel tun, dagegen zu protestieren. Gut, ich hatte in beiden Klausuren eine glatte 1; Ausdrucksvermögen und beim letzten Mal auch Inhalt (*) waren sogar eine 1(+). Trotzdem…

(*) Thihi. Das war die Klausur über The War Between The Classes. Die Stunde zuvor war er noch durch die Reihen gegangen und hat in unsere Lektüren geguckt, um zu sehen, inwieweit wir uns Notizen gemacht hatten. Ich hatte das Buch vor längerer Zeit gelesen und mir seitdem im Unterricht nur ein paar Eselsohren reingemacht. (Bei dem Buch geht das noch in Ordnung.) Das war ihm allerdings zu wenig, also habe ich mir extra die Mühe gemacht, dieses grottenschlechte Buch nochmal durchzulesen und mir Sachen anzustreichen und an den Rand zu schreiben. Mit dem Ergebnis, dass nach seinem Geschmack am Tag der Klausur zu viel drinstand.  Letztendlich hab ich dann komplett ohne Lektüre geschrieben, weil ich keine Lust hatte, dass er das irgendwie als Täuschungsversuch wertet, und ich ihm das Buch freiwillig nach vorne gegeben habe. Tja, 1(+). Als einziger. Obwohl der Inhalt nun wirklich überaus simpel war  und man das auch locker ohne Vorlage schaffen konnte.

Latein: sehr gut

Muss ich dazu noch was sagen?

Kunst: gut

Geschichte: sehr gut
Hach, das einzige Fach, in dem ich das ganze Jahr über durchgängig auf 1 stand. Ich find das Fach gar nicht so schlimm. Man kriegt öfters mal mehr oder weniger interessante Anekdoten erzählt, muss nicht sehr viel lernen, um gelegentlich mitreden zu können und wenn man den richtigen Lehrer hat, braucht man sich nicht mal so sonderlich viele Daten merken. Wobei letzteres eigentlich auch nicht so das Problem wäre, weil ich mir im Gegensatz zu Namen und sowas Zahlen eigentlich sehr gut merken kann. Der „2+4″-Vertrag war 6 Tage nach meinem Geburtstag am 6.9. und die ersten offiziellen Wahlen in der DDR waren 4 Tage nach Gülsches Geburtstag am 14.3., der wiederum einen Tag vor den Iden des März (Beware!) ist. Nichts gegen Eselsbrücken.

Ich bin bloß froh, dass Frau M. den LK macht. Ich glaube, in Geschichte kommt es wirklich auf den Lehrer an, ob das Fach interessant ist oder nicht.  Letztes Jahr hätte ich zum Beispiel niemals gedacht, dass ich das als Leistungskurs nehmen würde.  So nehme ich eine Naturwissenschaft als 1. LK, eine Gesellschaftswissenschaft als 2. LK und den Schwerpunkt im sprachlichen Bereich. Is’ ja nicht so, dass ich mich nicht festlegen kann oder will. *hust*

Erdkunde: gut

Armleuchter! Nichts gegen die Note, aber ich bin heilfroh, dass ich Herrn S. los bin. Bah, ich frag mich, wie er dazu kommt, in der Oberstufe zu unterrichten. Er hat uns ein halbes Jahr lang jede Stunde für den Multimediaraum eingetragen. Und uns dann so Aufgaben gegeben wie: „Googelt mal nach dem Begriff ‘Murcia’. Mal sehen, was ihr so findet.“  Zwei Stunden lang! Wobei er ja erst mit seinem Kommentar zur Geschichte Deutschlands den Vogel richtig abgeschossen hat. Und dann erzählt er mir noch bei der Notenbesprechung, dass er ja sehr geschichtsinteressiert wäre, nachdem er von mir erfahren hat, dass ich lieber einen Geschichte-LK gewählt habe, anstatt bei ihm weiterhin Erdkunde zu haben.

Wehe, ich krieg den nächstes Jahr in Englisch. Ich weiß, dass er einige Grundkurse übernehmen will und ich hab von den Seiteneinsteigern gehört, dass die Klausuren bei ihnen nur so gut ausgefallen sind, weil er einige Fehler nicht gefunden hat.

Mathe: sehr gut

Öhöm. Knapp. Mündlich steh ich zwar auf 1(-), allerdings hatte ich bei der ersten Klausur eine Aufgabe nicht richtig gelesen, sodass mir ein Punkt für eine 1 fehlte. Und bei der zweiten Klausur hat sie mir zwei Punkte abgezogen, weil ich meine Rechenschritte nicht ausreichend erläutert habe. Dabei war das sowas von offensichtlich! Da fehlte mir wieder nur ein Punkt. Schön, dass Frau W. so ein schlechtes Gewissen hatte, als sie mir eine 2(+) geben wollte. Kähähä…

Biologie: sehr gut

Physik: sehr gut

Wie gut, dass ich die zweite Klausur nicht mitgeschrieben habe. So hatte ich in der ersten Arbeit eine ganz, ganz knappe 1 mit den Punkten, die er mir für die äußere Gestaltung gegeben hat und eine 1(+) in dem lange zuvor angekündigten Test, in dem es nur darum ging, ein paar Formeln aufzuschreiben.

Religion: sehr gut

Chrm. Eigentlich das Fach, wo man vermuten könnte, dass es mir neben Sport am wenigsten liegt. Aber Frau B. legt ja glücklicherweise nicht Wert darauf, dass wir uns unbedingt positiv zu den Themen äußern. Bleibt nur zu hoffen, dass ich von Opa [Ex-Pastor] nicht wieder zur „Belohnung“ eine Biografie von Dietrich Bonhoeffer oder ähnliches geschenkt bekomme…

Sport: befriedigend

Gnah! Gut, bei dem Zeugnis will ich mich nicht wirklich beschweren. Trotzdem ärgert mich das. Eine knappe 3. Beim Cooper-Test war ich noch einer der Besten und hatte eine 2(+). Ich wette, das liegt am Fußball. Ich mag nicht bolzen. Ab nächstem Jahr darf ich rudern und Badminton spielen, das stell ich mir bedeutend entspannter vor.

Macht einen Durchschnitt von 1,45. Und einen Blogeintrag von etwa 900 Wörtern. Hätte mir nicht jemand mal Bescheid sagen können?

Erwähnte ich schon, dass ich jetzt Ferien habe?

6 Wochen ausschlafen. Irgendwann Mitte Juli fahr ich dann wieder nach Iserlohn. Mein liebes Schwesterherz fragte schon, ob ich vorher wieder erst nach Dortmund fahre, sonst würde sie direkt mit mir mitkommen wollen. Äh…

Thou shalt not build upon unlicensed places!

Veröffentlicht in Real Life am Juni 22, 2008 von nuemsche

Und ich blogge doch über mein Praktikum! Damit nicht alle glauben, es wäre im Bauamt so staubtrocken wie es vielleicht klingt. Aaalso. An unserer Schule ist es nämlich so, dass wir während unserer Schülerlaufbahn zwei Praktika haben. Eines in der 9, das ich bei Hagen Wohnbau gemacht habe. Damals bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, dass Architektur ganz interessant sein könnte. Vorher wollte ich immer unbedingt Bibliothekar werden, nicht nur, weil der Beruf so schön fachmännisch klang, sondern auch weil man dann immer mit Büchern zu schaffen hat. (Davor Maler, das habe ich aber ganz schnell aufgegeben, als ich in der Schule sah, dass es Leute gibt, die bedeutend besser sind als ich… :num: ) Leider sind Büchereien allgemein sehr beliebt bei der Suche nach einem Praktikumsplatz. Machte aber im Nachhinein nichts, weil mein Praktikum bei Hagen Wohnbau einfach super war. Die hatten ein eigenes Programm für mich entwickelt, vom Abzeichnen einiger Baupläne, um so das Werkzeug erstmal kennen zu lernen, bis zum eigenen Entwurf eines Hauses.

Mein Betreuer war damals etwas skeptisch. Meine Vorgänger hatten alle ein Einfamilienhaus mit Satteldach entworfen, die sich ausnahmslos irgendwie ähnelten. Jetzt kommt doch tatsächlich dieser komische Typ vom Gymnasium an und meint unbedingt, einen Bungalow mit Walmdach bauen zu müssen.

Nun ja, ich hab’s hinbekommen und das Praktikum hat mir gut gefallen. Also wollte ich dieses Mal wieder etwas in der Richtung machen. Noch mal derselbe Betrieb ging nicht, ein anderer Betrieb in Espelkamp wollte mich nicht haben, alo bin ich zur Stadt gegangen. „Mal die Kehrseite der Medaille kennen lernen.“ Ehrlich gesagt, ich hab es mir langweiliger vorgestellt. Ich dachte wirklich, ich müsste zwei Wochen lang alte Bauanträge bearbeiten. Stattdessen durfte ich direkt am ersten Tag ins Nachbardorf fahren, um dort die Siedlung zu begutachten, deren B-Plan ich mir vorher angeguckt hatte. Ein Bebaungsplan schreibt vor, wie die Häuser in etwa auszusehen haben. Traufenhöhe, Firsthöhe, Farbe der Dachziegel, Neigung des Daches, Geschossigkeit… Irgendwann rutschte mir dann während des Vortrags ein „Kein Wunder, dass kein Schwein mehr selber bauen will. “ raus. Im „Goldenen Frieden“ erwartete mich dann folgendes:

Oh, was habe ich mich über das frisch gemähte Gras gefreut. Ich habe regelrecht geheult vor lauter Freude. 

Das reinste Kuddelmuddel (Schönes Wort…) Man kann ihnen nicht vorwerfen, die Traufe wäre zu hoch. Es hat schließlich keiner gesagt, dass sich die Regenrinne am Hauptdach befinden muss.

Den B-Plan lass mich mal lieber weg. Ich hab ihn gerade hochgeladen und selbst WordPress hatte schon Probleme damit…

Ansonsten durfte ich viel mit AutoCAD arbeiten. Auch wenn Eldarion, bzw. ihr Prof, nichts davon hält, ich finde das Programm gar nicht mal so schlecht. Ich konnte jetzt leider nur 2D arbeiten, weil der Stadtplaner, der sich in den 2 1/2 Wochen um mich kümmert, kein 3D braucht und sich deshalb damit auch nicht auskennt. Zum Beispiel durfte ich auf einer Karte von Preußisch Oldendorf sämtliche Naturdenkmäler und Glascontainerstellplätze eintragen. Ungeheuer interessant, aber so kann ich jetzt immerhin einigermaßen mit dem Programm umgehen.

Ich hatte einen eigenen Ordner. :uglymanwe:

F: war übrigens mein MP3-Player. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade mit der Fotomontage beschäftigt, deshalb ist Photoshop auch offen. Aufgabe hier war es, nach Bad Holzhausen zu fahren und das Gebäude zu fotografieren, das an einer stark befahrenen Kreuzung direkt am Ortseingang liegt und das… ein wenig unvorteilhaft für einen Luftkurort-und-was-weiß-ich-nicht-noch-alles aussieht. Darum soll das Teil auch abgerissen werden und ich sollte mal gucken, wie sowas später aussehen würde.

Ich weiß, dass das Grün der Baumgruppe hinten nicht passt. Das war ja auch noch am Anfang, bevor ich mich wieder reingefunden hatte.

Wie war das noch mit dem Wettbewerb, wo wir ein kostenloses UT gewinnen können? Ich finde das sehr kreativ.

Ich war in den zwei Wochen wohl öfter auf dem Rad und unterwegs als sonst. Hier mal ein paar Fotos für’s Archiv machen, da eine Siedlung besuchen. Und die Ergebnisse dann am Laptop auswerten, der wahrscheinlich noch langsamer als der Gulsche ist. Nach dem Einschalten braucht er erstmal eine Viertelstunde, bis er wirklich stabil läuft… Es hätte schlimmer kommen können.

Über den Straßen von Mora Sul…

Veröffentlicht in WWW am Juni 22, 2008 von nuemsche

Ich hab noch ein paar Bilder, für Naz und Danath. Hat zwar nichts mehr mit Biff zu tun, aber egal. Ich hab gerade, vor etwa anderthalb Stunden, beschlossen, dass ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr Gothic 3 gespielt habe. (Der Soundtrack! *herzchen*) Also hab ich mal den letzten Spielstand geladen und bin mit meinem Assassinen ein wenig spazieren gegangen. In dem Spiel hat man entweder die Wahl zwischen den königstreuen Rebellen, den Söldnern, die sich den Orks angeschlossen haben, und den unabhängigen Assassinen. Klar, dass ich lieber letztere spiele, auch wenn die Assassinen hier nicht nur assassinieren.

Here we are, auf einem Unterstand direkt über den Straßen einer der Wüstenstädte, auf der Suche nach einem Opfer, das uns nichts getan hat und daher als Anschauungsobjekt herhalten muss…

Dort unten war noch zu viel los. In den Eingängen der Häuser verborgen standen noch einige Händler. Also weiter.

Über alles, was gerade stille hält… 

Bis wir unser unschuldiges Opfer endlich gefunden haben. Ein Sklave! Kähähä, um den wird sowieso niemand großartig trauern. Jetzt heißt es bloß gut zielen, damit er mir mit seinem Geschrei nicht die Wachen auf den Hals hetzt.

Strike!

Wie man an dem roten Balken sieht, bin ich zweimal vom Dach gefallen. Passiert schonmal, so im Eifer des Gefechts. *hust*

Der leere Balken in der Mitte unten ist eigentlich die Inventarleiste, die aber heute etwas scheu war und sich nicht fotografieren lassen wollte. Ihre Kollegin oben zeigt an, wie lebendig der Gegner noch ist. Sie ist ein wenig eingebildet und drängt sich bei solchen Fotoshootings gerne ins Bild, auch wenn sie dort nichts zu suchen hat. Außerdem ist es spät und ich habe das Gefühl, ich rede Schwachsinn. Gute Nacht.