Auf der Peene
Heureka, ich hab’s geschafft! :D
Und damit meine ich, dass ich heute meinen freien Nachmittag und die Tatsache, dass das Büro unbesetzt war/ist, dazu genutzt habe, ein paar Bilder hochzuladen. Nachdem ich vor einigen Wochen schon gescheitert war, kam nun der zweite Anlauf. :p
Nun denn. Eigentlich wäre es sicherlich sinnvoller für den ersten Blogeintrag dieser Kategorie zu erzählen, was ich hier mache und ein paar Fotos von der Anlage einzustellen. Aber sowas ist ja langweilig – schließlich weiß ich ja, wo ich arbeite und (Upload-)Leistung soll sich ja wieder lohnen -, darum Vorhang auf für unseren Betriebsausflug:
In den Hauptrollen sehen Sie das wundervolle Team der Jugendbegegnugnsstätte Golm, das sich mutig dazu bereit erklärt hatte, die so genannte Peenesafari auszutesten. Wie man unschwer erkennen kann, besteht die Safari darin, in 3er-Kanus die – Überraschung! – Peene runterzupaddeln. Von Anklam (Eine gute Autostunde von Kamminke entfernt, auf dem Festland und die erstbeste Zugverbindung nach Hause.) runter nach, äh… zum Zielort. Was bedeutend einfacher ist, wenn man nicht gleich vom Winde verweht wird, weshalb wir kurzfristig beschlossen, das Pferd von hinten aufzusatteln und die Strecke einfach rückwärts zu befahren. (Nein, nicht SO rückwärts. :p)
Wild entschlossen, uns nicht von der Wettervorhersage einschüchtern zu lassen, die für den ganzen Tag teils schwere Schauer vorhergesagt hatte, trugen wir die Boote zu Wasser…
… und paddelten los. Ich muss ehrlich zugeben, so ein schönes Ruderboot wie Damals(TM) unter Kapitän Waltke wäre mir lieber gewesen als so ein einseitiges Ruderboot, wo man irgendwann ‘nen lahmen Arm bekommt, aber naja… So paddelten wir zu dritt los in unserem Boot mit Chef als Steuermann…
… mit teils fragwürdiger Unterstützung. :D
Was uns allerdings nicht daran hinderte, uns langfristig…
… an die Spitze der Bewegung zu setzen. ;)
Eines muss man immerhin ehrlich zugeben: Der Mittellandkanal ist nichts gegen die Peene. Hübsch ist sie auf jeden Fall, schließlich gilt sie auch als der “Amazonas Usedoms”. Erzählte man mir. Irgendwann gegen Mittag – und kurz bevor es das erste Mal richtig losging mit dem Regen – kamen wir dann in Menzlin an, wo wir eine kurze Rast einlegten, auf trockeneres Wetter warteten und eine kleine Führung über die Wikingerstätte dort bekamen. Das heißt, erst wurden wir von unserem Führer, einem *hust* echten Wikinger *hust*, mit einem Schluck Wikingerblut begrüßt – Met gepanscht mit Kirschsaft. Aber Met! :D

Hier stiefeln wir gerade den Weg hinauf zu den Grabstätten. Tjaja, von einem Massengrab zum nächsten, schon leicht morbide. ^^ Interessant war es trotzdem; vor allem die Tatsache, dass die Maulwürfe hin und wieder alte Münzen oder Fibeln etc. zu Tage fördern. Leider werden die Grabfelder sehr gut bewacht; mein Plan, abends mal einen “Spaziergang” dort zu machen, wurde also direkt wieder zunichte gemacht. :/
Und dann ging es weiter, die nächsten 5 Kilometer nach Anklam. Durch Wind, Sonnenschein und…
Regen. Nicht zu knapp. Davor hatten wir mehr oder weniger Glück gehabt und waren vorm Schlimmsten verschont geblieben, aber kurz vor Anklam ging es dann richtig los. Intelligenterweise hatte ich vorher noch auf eien Regenjacke verzichtet und nur meinen Kapuzenpulli mitgenommen. “Das bleibt schon trocken”. Hmmmm. Ich war gerade am Überlegen, ob es sich nicht langsam lohnen würde, das Wasser aus dem Boot zu schöpfen, als es plötzlich aufhörte und die Sonne wieder durchbrach. Shit-Wetter. :p
Zurück beim Bulli war erstmal Umziehen angesagt (an Wechselsachen hatte ich immerhin gedacht!), bevor wir den Tag dann in einer Gaststätte ausklingen ließen. So läßt sich das doch leben. ;)
Tja, Fortsetzung folgt… Demnächst. Irgendwann. Gerüchten zufolge soll die violette Armee ( = Telekom) schon vor Garz gestanden haben, aber man munkelt… Wenn alles gut läuft, kriegen wir ab Dezember so richtig modernes DSL, jaha. Gerade hat AntiVir noch versucht, sich mit 4 KB/s verzweifelt upzudaten. Süß. (Skype empfiehlt übrigens 60 KB/s für ein qualitativ hochwertiges Gespräch. Und informierte mich dementsprechend gestern nach dem Auflegen darüber, dass meine Gesprächspartner eventuell etwas abgehackt und blechern geklungen haben könnten. Ach! Mensch, sag bloß! :p)
P.S. Da ich bei meinem Laptop quasi Händchen halten musste, während er ludt, hab ich mir ein Buch geschnappt und die Zeit zum Lesen genutzt. “Die ersten Deutschen”, ein Buch über die Germanen. Ich zitiere: “Die Männer trugen die Haare ursprünglich lang, bis etwas oberhalb der Schulter. Sie ähnelten damit den blonden Langhaarigen unserer Tage auf verblüffende Weise, an deren Anblick sich die Angehörigen der älteren Generation nur schwer gewöhnen konnten (und können). Wie wenig lange Haare mit Vokabeln zu tun haben wie “weibisch” oder “verweichlicht”, zeigt das germanische Beispiel, denn hier waren sie sichtbares Zeichen von Freiheit und Männlichkeit. Scheren und Abschneiden der lockigen Pracht galt als entehrende Strafe.” Das ist doch mal ein Schlusswort, so sieht’s aus! :D







