23. Juli – Klettergarten Vosswinkel

Das nächste große Ereignis nach der Loveparade in Dortmund war, laut Kamera, der Klettergarten in Vosswinkel. Dort gibt es einen Wildwald, in dem man übrigens wunderbar fotografieren kann. Mittendrin liegt der besagte Klettergarten. Ich war jetzt schon zweimal im Wildwald selber und einmal im Klettergarten, ich find den Wald dort toll. Die Pfade, die teilweise mitten durchs Dickicht führen, sind richtig schön.

Zuvor war ich immer nur mit Alex alleine dort, dieses Mal war auch Franky und mein liebes (*hust*) Schwesterherz, Oda genannt, dabei:

Bevor jemand fragt: Der Name kommt aus dem Altnordischen. Mehr weiß ich auch nicht.

Der Klettergarten dort besteht aus 5 Parcours, die direkt in die Baumwipfel gebaut wurden. Du kletterst also von Baum zu Baum über Seile, Baumstümpfe etc. oder fährst mit Seilbahnen von einer Plattform zur nächsten. Nachdem du Helm und Eierkneifer das Sicherheitsgeschirr angelegt hast, geht es zuerst auf die grüne Einführungsstrecke, wo man in einer kleinen Gruppe gezeigt bekommt, wie man sich zu verhalten hat. (Das mit der Sicherheitskleidung geht eigentlich – Vorausgesetzt man zieht sich eine Hose an, die etwas lockerer ist. Röcke sind logischerweise auch nicht zu empfehlen. Was sich in den Taschen befindet, muss man eh abgeben) Nie mit nur einem Karabiner sichern, sondern mit beiden und gegeneinander versetzt, immer in Kontakt mit dem Vorder- oder Hintermann bleiben… Sowas eben. Zumindest das mit dem Kontakt haben wir uns nach einer gewissen Zeit gespart. Ich turn da schließlich in 12 Meter Höhe herum, da bin ich schon selbst daran interessiert, dass ich richtig hänge. Von daher fand ich es etwas überflüssig, meinen Vordermann, der meistens schon eine Plattform weiter ist, zu fragen, ob ich den ersten Karabiner lösen darf.

Auf der Übersicht hier ist unter anderem der gelbe Parcours für die Kleinen zu sehen. Da hat Oda sich die meiste Zeit über aufgehalten, weil sie nur bis 1,75m greifen konnte und daher nicht auf die anderen Parcours durfte.  Gelb war somit ziemlich einfach und blieb die ganze Zeit unter 5m Höhe. Das einzig Fiese war eigentlich die Wippe, wenn man sie vorher nicht kannte. Franky, der vorging und ohnehin schon mehr Höhenangst als ich hatte, hat sich auch dementsprechend erschrocken, als das scheinabr stabile Brett unter seinen Füßen auf einmal nachgab.

Das ist natürlich nicht Frank. Als nächstes stand dann der blaue Parcours auf dem Plan. Blau ist zwar noch mit 5 – 9m noch nicht so hoch, wofür ich auch dankbar war, aber etwas verzwickter. Verzwickter als der rote Parcours, der danach in 8 – 12m Höhe kam. Bei Blau gibt es nämlich Stationen, bei denen Gleichgewicht gefragt ist, wie dem Hängenden X beispielsweise. Das sind zwei Seile, die so aufgehangen wurden, dass sie sich in der Mitte treffen und auf die Weise ein X bilden; du musstest also mittendrin umsteigen. Das war nicht ganz so angenehm, wenn man da unüberlegt ranging. Ich kannte die Strecke ja schon vom letzten Mal, deshalb hatte ich den Trick bereits raus. Rot dagegen spielte mehr mit der großen Höhe, das war nicht ganz so anspruchsvoll. Beispielsweise gab es an der höchsten Stelle eine Station, bei der du nur den Fuß in eine Schlaufe stellen solltest, um dann stehend wie mit einer Seilbahn zur nächsten Plattform zu fahren. Bei den richtigen Seilbahnen kannst du dich immerhin zurücklehnen und fühlst das sichere Geschirr, das dich hält. Das einzige Mal, wo ich bei Rot fast runtergefallen wäre, war beim Skateboard. Meinem Vordermann hatte ich liebenswürdigerweise noch geholfen; dafür hatte ich keinen mehr, der mir das blöde Teil festhält, bis ich sicher stehe. Das Ding neigte nämlich dazu, vorzeitig abzufahren und war allgemein etwas unhandlich… Das Ende war zwar nicht schwierig, kostete aber etwas Überwindung. Dort galt es nämlich einfach von der Plattform zu springen. Gut, man war durch so einen Seilzug gesichert, der einen theoretisch sanft auf den Boden bringen sollte. Trotzdem war das ein blödes Gefühl, einfach von der Plattform zu springen. Meine Kamera war natürlich im Rucksack unten am Boden, sonst hätte ich auch insgesamt mehr Fotos von den Strecken. So hatte ich nur am Ende kurz Zeit… Auf den beiden waren Franky und ich übrigens allein, weil Alex lieber auf unsere Schwester aufgepasst hat.

Meine Wenigkeit in Kankras Netz. Auf dem blauen Parcours.

Und einige Unbekannte, bzw. Franky auf dem roten Parcours…

Es gab auch noch einen violetten Parcours in 16m Höhe, der ganz neu dazugekommen ist. Den kannte ich noch nicht, hatte aber auch keine Gelegenheit, ihn mal zu probieren. Nach Grün, Gelb, Blau und Rot war nämlich die Zeit um, was sicher mit dem Stau auf dem blauen Parcours zusammenhing. Wenn man solch extreme Höhenangst hat wie die vor uns… Naja, ich sag besser nichts.

Violett war auf jeden Fall trotz, oder eher gerade wegen, der großen Höhe noch einfacher als Rot, hab ich mir sagen lassen. Nur eine Stelle war wirklich eklig, mit freihängenden Baumstämmen. Da konnte man leicht mal eben Spagat üben.

Das Highlight war eine herrlich lange Seilbahn, die ich auch gerne ausprobiert hätte. Die Seilbahnen waren toll. Reinlegen und sicher zu Boden gleiten… Bei der Seilbahn hier musste man nur aufpassen, dass man genug Schwung hatte, sonst ist man auf dem letzten Drittel plötzlich verhungert.

Das Foto hier, ebenso wie die von uns auf den anderen Strecken, sind übrigens von Alex. Der hatte nämlich Gelegenheit, Violett mal auszuprobieren, nachdem Oda in Begleitung von einer Aufsicht zum xten Male Gelb geklettert ist. Die nächsten beiden stammen wieder von mir, als ich von unten auf Alex herangezoomt habe.

Das Letzte gefällt mir vom Licht her besonders. Um 20.00 Uhr schloss der Klettergarten leider, wir waren bereits die letzten, die nachdrücklich herausbugsiert wurden… Auf unserem Weg zurück durch den Wildpark kamen wir unter anderen noch an einem Spielplatz vorbei…

Wir haben sie dann ein paar Meter weiter wieder aufgegabelt.

Oh, erwähnte ich bereits, dass man im Wald dort wunderbar Fotos schießen kann? Hier kommen die ersten Blumenbilder, Pflanzen halten wenigstens still.

Hach. Für die Nachtjäger kamen wir leider zu spät. oder zu früh, wie man’s nimmt.

Nach der Fütterung lagen sie nämlich größtenteils faul in ihren Bauten, so wie die Füchse. Die Uhus waren draußen, allerdings zu weit weg, da hab ich keine scharfe Aufnahme in dem Dämmerlicht hinbekommen. Ein Dachs war draußen und die Waschbären sind extra noch mal herausgekommen…

Buh! (Man beachte vor allem die rotglühenden Augen, wenn man das Foto mal vergrößert.)

Vosswinkel ist übrigens nur 25km von Dortmund entfernt. Naz? Wär das nicht was für dich?

3 Antworten zu “23. Juli – Klettergarten Vosswinkel”

  1. Das sieht tatsächlich ziemlich cool aus. :o oo:

  2. Windchen Sagt:

    Num, meintest du nicht mal, deine Schwester sei so 14 oder so? :gruebel:
    Irgendwie sieht sie aus wie ungefähr 10 ;)

    Hach. Der Park da wär was für mich, ich mag Klettern total =). Bin früher auch immer überall rumgekraxelt, egal ob auf Bäumen oder auf Steindämmen am Meer…. nur gibt’s leider heutzutage nicht mehr viel Möglichkeiten dazu.

  3. nuemsche Sagt:

    Öhm, nicht dass ich wüsste. Vielleicht verwechselst du sie gerade mit Vanny? Oda ist zumindest 11.

    Der Park hat mir auch Spaß gemacht. Ansonsten bin ich früher, abgesehen von diversen Hängen, ziemlich wenig geklettert. Erst Recht nicht auf Bäume, die waren mir alle zu steil. :grin:

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