Archiv für Juli, 2008

23. Juli – Klettergarten Vosswinkel

Veröffentlicht in Real Life am Juli 29, 2008 von nuemsche

Das nächste große Ereignis nach der Loveparade in Dortmund war, laut Kamera, der Klettergarten in Vosswinkel. Dort gibt es einen Wildwald, in dem man übrigens wunderbar fotografieren kann. Mittendrin liegt der besagte Klettergarten. Ich war jetzt schon zweimal im Wildwald selber und einmal im Klettergarten, ich find den Wald dort toll. Die Pfade, die teilweise mitten durchs Dickicht führen, sind richtig schön.

Zuvor war ich immer nur mit Alex alleine dort, dieses Mal war auch Franky und mein liebes (*hust*) Schwesterherz, Oda genannt, dabei:

Bevor jemand fragt: Der Name kommt aus dem Altnordischen. Mehr weiß ich auch nicht.

Der Klettergarten dort besteht aus 5 Parcours, die direkt in die Baumwipfel gebaut wurden. Du kletterst also von Baum zu Baum über Seile, Baumstümpfe etc. oder fährst mit Seilbahnen von einer Plattform zur nächsten. Nachdem du Helm und Eierkneifer das Sicherheitsgeschirr angelegt hast, geht es zuerst auf die grüne Einführungsstrecke, wo man in einer kleinen Gruppe gezeigt bekommt, wie man sich zu verhalten hat. (Das mit der Sicherheitskleidung geht eigentlich – Vorausgesetzt man zieht sich eine Hose an, die etwas lockerer ist. Röcke sind logischerweise auch nicht zu empfehlen. Was sich in den Taschen befindet, muss man eh abgeben) Nie mit nur einem Karabiner sichern, sondern mit beiden und gegeneinander versetzt, immer in Kontakt mit dem Vorder- oder Hintermann bleiben… Sowas eben. Zumindest das mit dem Kontakt haben wir uns nach einer gewissen Zeit gespart. Ich turn da schließlich in 12 Meter Höhe herum, da bin ich schon selbst daran interessiert, dass ich richtig hänge. Von daher fand ich es etwas überflüssig, meinen Vordermann, der meistens schon eine Plattform weiter ist, zu fragen, ob ich den ersten Karabiner lösen darf.

Auf der Übersicht hier ist unter anderem der gelbe Parcours für die Kleinen zu sehen. Da hat Oda sich die meiste Zeit über aufgehalten, weil sie nur bis 1,75m greifen konnte und daher nicht auf die anderen Parcours durfte.  Gelb war somit ziemlich einfach und blieb die ganze Zeit unter 5m Höhe. Das einzig Fiese war eigentlich die Wippe, wenn man sie vorher nicht kannte. Franky, der vorging und ohnehin schon mehr Höhenangst als ich hatte, hat sich auch dementsprechend erschrocken, als das scheinabr stabile Brett unter seinen Füßen auf einmal nachgab.

Das ist natürlich nicht Frank. Als nächstes stand dann der blaue Parcours auf dem Plan. Blau ist zwar noch mit 5 – 9m noch nicht so hoch, wofür ich auch dankbar war, aber etwas verzwickter. Verzwickter als der rote Parcours, der danach in 8 – 12m Höhe kam. Bei Blau gibt es nämlich Stationen, bei denen Gleichgewicht gefragt ist, wie dem Hängenden X beispielsweise. Das sind zwei Seile, die so aufgehangen wurden, dass sie sich in der Mitte treffen und auf die Weise ein X bilden; du musstest also mittendrin umsteigen. Das war nicht ganz so angenehm, wenn man da unüberlegt ranging. Ich kannte die Strecke ja schon vom letzten Mal, deshalb hatte ich den Trick bereits raus. Rot dagegen spielte mehr mit der großen Höhe, das war nicht ganz so anspruchsvoll. Beispielsweise gab es an der höchsten Stelle eine Station, bei der du nur den Fuß in eine Schlaufe stellen solltest, um dann stehend wie mit einer Seilbahn zur nächsten Plattform zu fahren. Bei den richtigen Seilbahnen kannst du dich immerhin zurücklehnen und fühlst das sichere Geschirr, das dich hält. Das einzige Mal, wo ich bei Rot fast runtergefallen wäre, war beim Skateboard. Meinem Vordermann hatte ich liebenswürdigerweise noch geholfen; dafür hatte ich keinen mehr, der mir das blöde Teil festhält, bis ich sicher stehe. Das Ding neigte nämlich dazu, vorzeitig abzufahren und war allgemein etwas unhandlich… Das Ende war zwar nicht schwierig, kostete aber etwas Überwindung. Dort galt es nämlich einfach von der Plattform zu springen. Gut, man war durch so einen Seilzug gesichert, der einen theoretisch sanft auf den Boden bringen sollte. Trotzdem war das ein blödes Gefühl, einfach von der Plattform zu springen. Meine Kamera war natürlich im Rucksack unten am Boden, sonst hätte ich auch insgesamt mehr Fotos von den Strecken. So hatte ich nur am Ende kurz Zeit… Auf den beiden waren Franky und ich übrigens allein, weil Alex lieber auf unsere Schwester aufgepasst hat.

Meine Wenigkeit in Kankras Netz. Auf dem blauen Parcours.

Und einige Unbekannte, bzw. Franky auf dem roten Parcours…

Es gab auch noch einen violetten Parcours in 16m Höhe, der ganz neu dazugekommen ist. Den kannte ich noch nicht, hatte aber auch keine Gelegenheit, ihn mal zu probieren. Nach Grün, Gelb, Blau und Rot war nämlich die Zeit um, was sicher mit dem Stau auf dem blauen Parcours zusammenhing. Wenn man solch extreme Höhenangst hat wie die vor uns… Naja, ich sag besser nichts.

Violett war auf jeden Fall trotz, oder eher gerade wegen, der großen Höhe noch einfacher als Rot, hab ich mir sagen lassen. Nur eine Stelle war wirklich eklig, mit freihängenden Baumstämmen. Da konnte man leicht mal eben Spagat üben.

Das Highlight war eine herrlich lange Seilbahn, die ich auch gerne ausprobiert hätte. Die Seilbahnen waren toll. Reinlegen und sicher zu Boden gleiten… Bei der Seilbahn hier musste man nur aufpassen, dass man genug Schwung hatte, sonst ist man auf dem letzten Drittel plötzlich verhungert.

Das Foto hier, ebenso wie die von uns auf den anderen Strecken, sind übrigens von Alex. Der hatte nämlich Gelegenheit, Violett mal auszuprobieren, nachdem Oda in Begleitung von einer Aufsicht zum xten Male Gelb geklettert ist. Die nächsten beiden stammen wieder von mir, als ich von unten auf Alex herangezoomt habe.

Das Letzte gefällt mir vom Licht her besonders. Um 20.00 Uhr schloss der Klettergarten leider, wir waren bereits die letzten, die nachdrücklich herausbugsiert wurden… Auf unserem Weg zurück durch den Wildpark kamen wir unter anderen noch an einem Spielplatz vorbei…

Wir haben sie dann ein paar Meter weiter wieder aufgegabelt.

Oh, erwähnte ich bereits, dass man im Wald dort wunderbar Fotos schießen kann? Hier kommen die ersten Blumenbilder, Pflanzen halten wenigstens still.

Hach. Für die Nachtjäger kamen wir leider zu spät. oder zu früh, wie man’s nimmt.

Nach der Fütterung lagen sie nämlich größtenteils faul in ihren Bauten, so wie die Füchse. Die Uhus waren draußen, allerdings zu weit weg, da hab ich keine scharfe Aufnahme in dem Dämmerlicht hinbekommen. Ein Dachs war draußen und die Waschbären sind extra noch mal herausgekommen…

Buh! (Man beachte vor allem die rotglühenden Augen, wenn man das Foto mal vergrößert.)

Vosswinkel ist übrigens nur 25km von Dortmund entfernt. Naz? Wär das nicht was für dich?

19. Juli – Disbeliever!

Veröffentlicht in Real Life am Juli 27, 2008 von nuemsche

So, hier kommt der erste Blogeintrag zu meinem Aufenthalt in Iserlohn. Ich fang mal nicht direkt am Anfang an, sondern pick mir gleich ein größeres Ereignis raus. Die meisten Bilder, die ich gemacht habe, zeigen eh nur Nahaufnahmen von Blumen.  Wahlweise mit oder ohne Insekten… 

Also – Die Loveparade. Ja, ich war da. Klingt komisch, is’ aber so. Mein Bruder wollte unbedingt dorthin, schließlich „muss“ man sich das ja mal angucken, wenn so eine große Veranstaltung schon aus Berlin, der Hauptstadt, bis fast vor die eigene Haustür gezogen kommt. Und da er großer AC/DC-Fan ist und auch viel Rock hört und ein Kumpel von ihm, der ebenfalls mitgekommen ist, sogar auf Death Metal steht, dachte ich mir, bin ich auch in guter Gesellschaft. Alex, mein Bruder, meinte eigentlich vorher schon zu mir, dass zumindest die Menschenmassen mit Sicherheit interessant wären, wenn schon die Musik wahrscheinlich nichts für mich wäre. So hab ich mich also überreden lassen, mitzukommen.

Das ist Franky, Alex’ Kumpel. Und die Mayersche!

Die aber leider zu hatte. Apropos: Auch wenn an dem Tag die Straßen voller Müll und Schlamm waren, aber so hässlich finde ich Dortmund gar nicht. Gut, der Hauptbahnhof ist nicht der Schönste, aber die Innenstadt finde ich gar nicht so übel. Dortmund hat immerhin eine. Alex konnte auch nicht verstehen, warum Dortmund gerade diesen Ruf hätte, als ich ihm davon erzählte. Er meinte, es gäbe im Ruhrgebiet Städte, die wären durchweg noch hässlicher. Fällt mir nur gerade so ein, wenn ich das Foto da oben sehe. Der Weg zur Loveparade war ja auch ganz lustig, ebenso wie die Zugfahrt, die über eine Stunde gedauert hat. Das hat sogar noch Spaß gemacht.

Das Wetter war übrigens in Ordnung…

Ein kurzer Nieselregen () und „Schwupps“ waren die Straßen alle leer. Weicheier, diese Raver. Da fand ich das Wetter bei der UT-Rallye unangenehmer.

Ich hab übrigens großen Wert darauf gelegt, ganz in Schwarz zu erscheinen. Schwarze Turnschuhe, schwarze Jeans, schwarzes Longsleeve. Mit Darkseed. Num musste mal wieder aus der Reihe tanzen.

Ist das nicht ein unheimlich sympathisches Lächeln? Meinerseits, wohlgemerkt. Wenn man jetzt noch von den klitschnassen Haaren absieht. Trotzdem wurde ich nur einmal dumm angemacht, weil ich nicht mitzucken mittanzen wollte. Zucken ja, aber nicht so.

Und sowas nennt sich Loveparade. Ich freu mich schon auf das Stemweder Open Air. Mit Musik nach meinem Geschmack und anderen Leuten. Die zwar nicht weniger bekifft sind, aber was soll’s.

Walk and smile cause you are not a dancer
Like those who dance to sounds of coins and gold.
Not your world – primitive and rude…
[...] Burning spirits rising high and I see,
Yes I see, yes I see a flower in you.
When I stare at you I see the dullness gone by,
I am not alone!

Darkseed – Ultimate Darkness

„Ich bin ein Rocker, holt mich hier raus.“, so nach dem Motto. Das Lächeln-und-Winken-Prinzip hat hier leider nichts geholfen… *hust*

Two rushing shades meeting face to face,
Dull procedures come and go every day.
A thousand tricks and one thousand smiles, but
Life is not profound.
[...] Another night and even more days to come
And I’ve to look into mortal faces.
It’s just an act of regret and farewell -
We are nothing!
[...] I look at you and wonder:
Is it me whom I see?
I am one of those mortals too,
I’m lost as well as you.
Where is my sympathy?
I’m not one of those
Who’re loving life, loving life eternally.

Darkseed – Next To Nothing

Nach nur knapp einer Stunde in dem Höllenlärm da kam das, was kommen musste: Ich bin mal eben aus der Masse raus, um ein Dixie zu suchen. Als ich wieder kam waren Alex und Frankie weg. Tja. Ich hab die beiden dann natürlich noch gesucht, was aber angesichts der vielen Verrückten etwas schwierig war und bin dann irgendwann gegen 6 Uhr geflohen. Richtung Innenstadt, der schönen Innenstadt mit der Mayerschen, die aber leider zu hatte. Zum Glück gab es am Bahnhof noch eine Bücherei, die Ritus und Sanctum in einer Ausgabe mit mir unbekanntem Bonusmaterial hatte. Großartig umsehen konnte ich mich dann leider nicht mehr, weil auf einmal überall Polizeisperren errichtet worden waren und es von Menschen nur so wimmelte. Argh! 1,6 Millionen. Das sind mehr als tausendmal so viele Menschen als in ganze Preußisch Oldendorf wohnen. Ich war kurz davor, bei dem ganzen Gewusel und dem Lärm die Krise zu kriegen.

Nach zwei Stunden kam mir dann der Gedankenblitz: „Hey, du hast doch in einer der vielen Taschen das Familienhandy!“ Dooferweise war die Handynummer von Alex, die ich noch hatte, veraltet. Zum Glück fiel mir dann schließlich noch die Vorwahl für Iserlohn ein, so dass Alex über Umwege wusste, wo ich war. Von da an hieß es halt warten. Um 7 hatte ich gesehen, wie der letze Zug gefahren war, nachdem er fast eine Stunde auf dem Bahnsteig gestanden hatte. Abgesehen davon, dass der Bahnhof eh schon heillos überfüllt war, kriegte die Bahn es also mal wieder nicht geregelt, sich an den Fahrplan zu halten. (:mittelfinger:, so to say) Kurz nach Mitternacht kam dann endlich wieder ein Zug nach Hagen, ihr könnt euch vorstellen, was das für ein Andrang war, wenn pro Gleis geschätzte 1000 Leute dorthin wollten. 4 Gleise, 1 Zug. Wir haben’s trotzdem geschafft, weil der Zug genau auf unserer Seite stehen blieb.

Nee, danke. Sowas brauche ich nicht noch mal. Immerhin bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Ich weiss jetzt, dass ich mit Metal und Soundtracks gut bedient bin. Techno ist nichts für mich. Man kann es im Gegensatz zu diesem „Gangster-Rap“, der manchmal morgens im Bus erschallt, ertragen, wenn man die Ohren auf Durchzug schaltet, aber ich bezweifel stark, dass es jemals die gleiche Klasse wie Darkseed erreichen wird. Zumindet für mich, aber sowas ist halt Geschmackssache. Ich brauch einfach ein paar E-Gitarren und eine etwas raue Stimme, die auch etwas zu sagen hat. Das macht Metal für mich aus, wobei ich gerade letzteres wichtig finde. Oder eben schöne Soundtracks. Kein Techno, kein Hip-Hop, bei dem sich der IQ im negativen Zahlenbereich befindet und auch keine halbnackten Mädels in ihren Musikvideos, die Pop-Lieder trällern. Da komm ich besser mit dem Gothic-Image klar.  *übertreib*

Poison in the veins of gracious earth,
Creeping mean disease, a bleeding flow.
[...] Loud horns trumpet the end,
Sounds of perverted disharmony.
We are the tyrants within,
This is my burden to carry.

Darkseed – My Burden

Bei MySpace gibt es übrigens einige tolle Lieder von Darkseed, darunter Sleep Sleep Sweetheart und Save Me. I Deny You ist auch nett. Journey To The Spirit World ist etwas ruhiger. Aww, und Stefan Hertrich, der Sänger bei Darkseed, hat ein neues Album von einem seiner Nebenprojekte herausgebracht. Shiva In Exile, sogenannter Ethno-Metal. Klingt etwas seltsam, ist aber gar nicht so schlecht. Der Mann ist toll. Ich bin dann mal weg…

T. Pratchett – Night Watch

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juli 13, 2008 von nuemsche

Hier kommt jetzt also notgedrungen die Rezension von Night Watch. Wie bereits angedroht, sie wird wahrscheinlich weniger aus Text, sondern mehr aus Zitaten und Smilies bestehen.

Hach. Schon das Cover finde ich ziemlich chic. Diesmal hab ich nicht die seltsame billige Ausgabe genommen, sondern die teure. Ich dachte mir, bei einem Roman, von dem ich zuvor nur Gutes gehört hatte und der bei Amazon volle 5 Sterne bekommen hat, kann ich mir das ruhig leisten. So passt er gut zu meiner Ausgabe von Going Postal, die ähnlich aussieht. Schöner wäre natürlich – mal wieder – die Black Edition gewesen, aber die gibt es ja hier noch nicht. Und ich wag gar nicht erst zu fragen, ob es die in England schon zu kaufen gab.

Doch, das Cover gefällt mir. Mit Vimes junior und senior im Vordergrund, Lu-Tze mit dem Flieder und all den anderen… Soll das ganz links eigentlich Carcer sein? Fiel mir erst ganz am Ende auf, weil ich mir Carcer immer etwas dünner vorgestellt habe. Gerissen und stämmig wollte mir nicht in den Kopf. Und was soll eigentlich der Drache da…?

This morning, Commander Vimes of the City Watch had it all. He was a Duke. He was rich. He was respected. He had a silver cigar case. He was about to become a father.
This morning he thought longingly about the good old days.
Tonight, he’s in them.
Flung back in time by a mysterious accident, Sam Vimes has to start all over again. He must get a new name and a job, and there’s only one job he’s good at: cop in the Watch. He must track down a brutal murderer. He must find his younger self and teach him everything he knows. He must whip the cowardly, despised Night Watch into a crack fighting force – fast. Because Sam Vimes knows what’s going to happen. He remembers it. He was there. It’s part of history. And you can’t change history…
But Sam is going to. He has no choice. Otherwise, a bloody revolution will start, and good men will die. Sam saw their names on old headstones just this morning – but tonight they’re young men who think they have a future. And rather than let them die, Sam will do anything – turn traitor, burn buildings, take over a revolt, anything – to snatch them from the jaws of history. He will do it even if victory will mean giving up the only future he knows.
For if he succeeds, he’s got no wife, no child, no riches, no fame – all that will simply vanish. But if he doesn’t try, he wouldn’t be Sam Vimes.
And so the battle is on. He knows how it’s going to end; after all, he was there. His name is on one of those headstones. But that’s just a minor detail…

Tja. Wo soll ich anfangen? Night Watch war zweifelsfrei anders als die bisherigen Wachenromane. Trotzdem hat es mir super gefallen. Wie ich schon im Forum meinte, das Buch hat allerbeste Aussichten, zu meinem Lieblingswachenroman zu werden. Vielleicht sogar… Nee, erstmal kommen die restlichen Tod-Bücher, bevor ich mich auf eine endgültige Reihenfolge unter den Discworld-Büchern festlege.

Ich weiß gar nicht, was mir am besten gefiel. Die Geschichte war stellenweise, wie man es von Pterry gewohnt ist, wirklich witzig, aber auch an anderen Stellen ziemlich tiefgründig und tragisch. Und was natürlich auch ein großer Pluspunkt ist, sind die vielen, vielen Stellen mit Vimes. An solche Bücher könnte ich mich richtig gewöhnen, wo er ständig im Mittelpunkt steht. Im Gegensatz zu ihm fand ich es durchaus angebracht, dass er neben Vetinari nun zu denen gehört, von denen sich die Assassinengilde fernhält. („…in the old cesspit behind the gardener’s shed, a young man was treading water. Well… treading, anyway.“)

„That, sir, is assault upon a Watch officer,“ said Vimes.
„I’m a Watch officer too, you damn flatfoot! From Cable Street!“
„Where’s your uniform?“
„We don’t wear uniforms!“
„Where’s your badge!“
„And we don’t carry badges!“
„Hard to see why I shouldn’t think you is a common thief then, sir.“

Thii!

One thing Vimes was learning fast was the natural vindictiveness of old ladies, who had no sense of fair play when it came to fighting soldiers; give a granny a spear and a hole to jab it through, and young men on the other side were in big trouble.

Dr. Lawn: „Sergeant, there are no circumstances where the things you’re holding could possibly be used on you. They are… of a feminine nature.“
Vimes: „For the seamstresses?“
Dr. Lawn: „Those things? No, the ladies of the night take pride these days in never requiring that sort of thing. My work with them is more of, shall we say, a preventative nature.“
Vimes: „Teaching them to use thimbles, that sort of thing?“
Dr. Lawn: „Yes, it’s amazing how far you can push a metaphor, isn’t it…“

Das meinte ich mit den typisch witzigen Stellen. Ich mag solche Wortspiele.

Schön fand ich es auch, wenn Vimes John Keel auf alte Bekannte traf und dabei ohne es wahrscheinlich zu ahnen, all die kleinen Gefälligkeiten vollbrachte, von denen sie ganz am Anfang noch an seinem Grab berichten. CMOT Dibbler beispielsweise, der durch Keel erst auf sein Markenzeichen kommt, nachdem er der erste Kunde war, der alles aufgegessen hat. Oder Nobby und sein Löffel. Hope is a new spoon.

A boy stared up at him. It had to be a boy. Nature would not have been so cruel as to do that to a girl. [...] „Look, tell you what, mister, you tell me where you’re going and I’ll stop following you, have we got a deal? Cost you no more’n a penny and that’s a special price. Some people pay me a lot more’n that to stop following’ em.“

Und natürlich die Stellen mit Vetinari…

‘Dark green,’ said the woman. ‘How strange. I understand, Havelock, that you scored zero in your examination for stealthy movement.’
‘May I ask how you found that out, Madam?’
‘Oh, one hears things,’ Madam said lightly. ‘One just has to hold money up to one’s ear.’
‘Well, it was true,’ said the Assassin.
‘And why was this?’
‘The examiner thought I’d used trickery. Madam.’
‘And did you?’
‘Of course. I thought that was the idea.’
‘And you never attended his lessons, he said.’
‘Oh, I did. Religiously.’
‘He says he never saw you at any of them.’
Havelock smiled.
[...] ‘On a different subject,’ she said, ‘what was that business with the book? I did not like to take too much notice.’
‘Oh, it was an extremely rare volume I was able to track down. On the nature of concealment.’
‘That stupid hulk of a boy burned it!’
‘Yes. That was a piece of luck. I was afraid he might try to read it, although,’ Havelock smiled wanly, ’someone would have had to help him with the longer words.’
‘Was it valuable?’
‘Priceless. Especially now it has been destroyed.’
‘Ah. It contained information of value. Possibly involving the colour dark green. Will you tell me?’
‘I could tell you,’ Havelock smiled again. ‘But then I would have to find someone to pay me to kill you.’

Thii! Photobucket

Eigentlich könnte ich hier sämtliche Stellen mit ihm zitieren.

Vetinari auf Achse gefällt mir nämlich, ehrlich gesagt, noch besser als sonst. Und jetzt weiß ich wenigstens auch, woher er seine diversen Informationen herbekommt. Wer weiß, wo er sonst noch überall herumsteht, außer am Temple of Small Gods…

Reg Shoe: „You’d like Freedom, Truth and Justice, wouldn’t you, comrade sergeant?“
Vimes: „I’d like a hard-boiled egg.“
Reg Shoe: „In the circumstances, sergeant, I think we should set our sights a little higher–“
Vimes: „Well, yes, we could. But… well, Reg, tomorrow the sun will come up again, and I’m pretty sure that whatever happens we won’t have found Freedom, and there won’t be a whole lot of Justice, and I’m damn sure we won’t have found Truth. But it’s just possible that I might get a hard-boiled egg.“

Photobucket

„Hero worship, he thought. That sort of thing can turn you blind.“ *hust*

Reg war auch toll. Und seine Sterbeszene war eine der heroischsten, die ich kenne. Photobucket

He held the flag like a banner of defiance. „You can take our lives but you’ll never take our freedom!“ he screamed. Carcer’s men looked at one another, puzzled by what sounded like the most badly thought-out war cry in the history of the universe.

„He’s still breathing, sarge!“ said Wiglet.
„Right, right,“ said Vimes. It was amazing how willing people were to see life in the corpse of a friend.

He did the job he didn’t have to do. Photobucket

Das letzte Drittel des Buches hat mir überhaupt noch am besten gefallen. Hach. Am liebsten würde ich einfach die Hälfte davon abtippen. Stattdessen beschränke ich mich lieber darauf, auf diese tolle Seite hinzuweisen; für die, die sie noch nicht kennen. Diese hier ist auch ganz interessant.

Unter deviantART gibt es noch mehr von denen… Were you there? ist noch schön. Genauso wie All The Little Angels, The End of Cake (Chrchrchr…), Horace Nancyball und Havelock.

Natürlich bekommt Night Watch die volle Punktzahl. 10 von 10 Sammies. Mit einer Fliederblüte, versteht sich.

Meine Lieblingsszene befand sich übrigens ganz am Ende… Photobucket

Vetinari: „‘You know, it has often crossed my mind that those men deserve a proper memorial of some sort.“
Vimes: „Oh yes? In one of the main squares, perhaps?“
Vetinari: „Yes, that would be a good idea.“
Vimes: „Perhaps a tableau in bronze? All seven of them raising the flag, perhaps?“
Vetinari: „Bronze, yes.“
Vimes: „Really? And some sort of inspiring slogan?“
Vetinari: „Yes, indeed. Something like, perhaps, ‘They Did The Job They Had To Do’?“
Vimes: „No! How dare you? How dare you! At this time! In this place! They did the job they didn’t have to do, and they died doing it, and you can’t give them anything. Do you understand? They fought for those who’d been abandoned, they fought for one another, and they were betrayed. Men like them always are. What good would a statue be? It’d just inspire new fools to believe they’re going to be heroes. They wouldn’t want that. Just let them be. For ever.

Sex ist Apfelsaft!

Veröffentlicht in WWW am Juli 12, 2008 von nuemsche

Und wieder schlägt die Langeweile zu. Und da ich gestern Night Watch (Awww!) zu Ende gelesen habe und nun ganz ohne (interessante, nicht gelesene) Bücher dastehe (*schnüff*), blogge ich mal ein paar Sinnlosigkeiten. Schade, dass ich schon wieder meine Kamera vergessen habe, als wir zum Gut Engershausen gefahren sind. Dort war eine Wildgartenaustellung. Fast so schön wie auf der Landesgartenschau Rietberg, aber da konnte ich ja auch keine Fotos machen.

Ich hab jetzt die beiden Alben Schieb, du Sau! und Nix da! Leck mich, auf geht’s! von Euren Müttern. Für alle, denen das immer noch nichts sagt:

Thihi. Das geht ja noch. Auf den beiden Alben sind andere Titel, die sind deutlich versauter. Billige Reize beispielsweise oder Der Masochist. Gibt es auch auf YouTube. Mein Schwesterherz war davon schwer begeistert, meine Mutter weniger. Aber ich bin ja sowieso ein schlechter Einfluss auf meine Schwester.

Ich hab ja auch schon versucht, sie für Rainald Grebe zu begeistern, aber den fanden die beiden langweilig. Gut, meine Mutter hat sowieso einen etwas anderen Humor, fürchte ich.

Chrchrchr. Das hab ich mal mit Cerb im Matheunterricht gesungen, als wieder keiner aufgepasst hat. Dummerweise hat bei „Achtung, Achtung, Sex ist Apfelsaft!“ der ganze Kurs mit einem Mal die Klappe gehalten, Cerb inklusive. Wie immer in solchen Momenten.

Die Fruchtfliegen sind eine Anspielung auf ein anderes Stück von ihm, Bengt bangt. Er mixt das ganz gerne mal.

Bengt sprach ein Mädchen an,
sie wollte nichts von ihm wissen.
Chancengleichheit gibt es nicht
in solchen Verhältnissen.

Bengt steht am Verstärker
und bangt wie ein Berserker.
Mutti hat sich schön im Likör ertränkt,
Bengt bangt.

Jaha. So ist das. Ich könnte noch ein paar Comics von Jamiri posten.

Tod! FOR YOU THE CAKE IS OVER. YOU HAVE REACHED THE END OF CAKE.

Ja, ich bin noch geschädigt von Night Watch. Das Buch war aber auch genial So viel Vimes auf einmal, da stört es mich auch nicht, dass das Buch am Ende so tragisch ist und nicht mehr ganz so witzig wie seine Vorgänger. Und ich brauche noch eine Sense. Eine schöne alte Sense, die ich eventuell bis auf die Klinge schwarz lackiere und mir dann an die Wand hängen kann.

Der nächste Comic könnte was für Naz sein, fällt mir gerade so auf. *hust*

Garfield herrscht.

Wobei das nur für die Comics gilt. Die Filme finde ich sehr gewöhnungsbedürftig. Der erste Teil ging ja noch, der zweite Teil war schon schlecht und der Animationsfilm „Garfield Gets Real“ ist wirklich grottenschlecht. Garfield mit der Stimme von Thomas Gottschalk passt einfach nicht.

Ach, übrigens. Um noch mal auf die Story der Gothic-Serie zurückzukommen…

… und Quelle

Ha! Bin ich neulich drauf gestoßen. Das wollte ich doch nicht auf mir sitzen lassen. Wenn ich schon mal am Computer spiele, dann etwas, was auch eine vernünftige Geschichte hat. Die Musik ist auch schön, in allen drei Teilen. Hier und hier kann man mal reinhören, den kompletten Soundtrack hab ich auf CD…   Assassin’s Creed taucht dafür übrigens bei der besten Grafik auf.

So. Genug Sinnlosigkeiten gebloggt. Jetzt bestell ich mir Thud! und geh mich weiter langweilen.

Flausch!

Veröffentlicht in Real Life am Juli 9, 2008 von nuemsche

Plöp. Sommerferien sind schrecklich. So viel freie Zeit auf einmal und ich weiß gar nicht wirklich, was ich damit anfangen soll.  Also dachte ich mir, könnte ich mal wieder bloggen. Und bei der Gelegenheit gleich mal gucken, was WordPress macht, wenn ich versuche, Videos in den Artikel einzubauen. Rocky war nämlich so nett, mir bei meiner Langeweile Gesellschaft zu leisten…

(Okay, anscheinend gar nichts. Auch gut, dann geh ich halt über Photobucket.

Fuck, geht auch nicht. WordPress sagt, „For security reasons we remove the tags needed for the above [Flash videos and other media]. Your intentions may be innocent but someone somewhere would try to damage the site.“ Ich hab euch auch lieb. Tja. So kann man den Abend auch rumkriegen. Google Video könnte ich noch mal ausprobieren, da hab ich bereits ein Konto.)

Heureka!

Gut, nachdem wir alle Rockys Vorbild Folge geleistet haben und zusammengerutscht sind…

Thihi. Wie sie sich da lang macht. Deshalb brauche ich auch immer so viel Platz auf meinem Schreibtisch, wenn ich nicht will, das Rocky sich Platz macht. Damit hat sie nämlich überhaupt kein Problem. Bestenfalls passiert dann das:

Hach, man hört sie sogar schnurren. (Und Gladiator im Hintergrund, stimmt. Da hatte ich den ganzen Tag Hans Zimmer laufen.)

Die miese Qualität kommt übrigens daher, dass ich die Videos alle mit der Kamera gemacht habe.

Oh. Etwas laut. Aber Rocky ist das ja gewohnt, die stört das auch nicht, wenn ich direkt neben ihr stehe und Posaune übe.

So schmusig ist sie übrigens nahezu immer. Ich hätte eigentlich noch ein Video machen sollen, wo sie auf meinem Schoß sitzt, wenn das möglich gewesen wäre. Dann gräbt sie sich immer unter meine Armbeuge. Das war das erste, was sie damals als kleines Kätzchen gemacht hat, als wir sie gefunden haben. Inzwischen passt da gerade noch der Kopf drunter.

Ich hab gerade mal nach Fotos gesucht, wo sie noch klein ist. Ich vermute allerdings, dass wir da noch gar keine Digitalkamera hatten. Eines der ältesten Bilder ist nämlich das hier:

In solchen Momenten ist sie sehr fotogen, finde ich. Dass ich vorher keine Fotos von ihr habe, könnte auch daran liegen, dass sie mir als Kätzchen oftmals ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Auf dem Bild oben sieht man noch unseren alten Hof (Lilacs!) und wie das so auf dem Lande ist, gab es auch jede Menge herumstreunende Katzen. Eine davon war Stummelschwanz. Stummelschwanz liebte es, sich im Frühjahr mit den Nachbarskatern der alten Damen zu vergnügen. Hier ein Karthäuser, da eine Main Coon… Bei letzterem kann ich sie sogar verstehen, die Viecher sind auch verdammt hübsch. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die oft gebürstet werden wollen. Das Problem war nur, dass Stummelschwanz Katzenschnupfen hatte und den jeden Frühling an ihre Kinder weitergab. Rockys trübes Auge rührt daher, ihr Brüderchen hat uns die blöde Kuh zu spät gebracht, das mussten wir einschläfern lassen. Die Details erspar ich mir… Auf jeden Fall kam der Nachwuchs immer erst in mein Zimmer, wenn sie mal wieder merkte, dass sie es nicht schafft. In der Wohnung waren nämlich unsere etwas tollpatschigen Hunde und wir wollten nicht, dass die Kleinen überrannt werden, wenn die Hunde mal wieder tobten. Tagsüber ging das auch immer, obwohl sie nach ihrer Genesung in der Regel sehr aktiv waren. Endlich mal keine Mama, die einen zurückholt… Nachts kamen sie dann in ihr Körbchen und waren mehr oder weniger ruhig. Nur Rocky nicht. Die hatte nämlich komischerweise von Anfang an einen Narren an mir gefressen und wollte bei jeder Gelegenheit zu mir. Bei den Hausaufgaben, wenn ich las oder eben nachts ins Bett. Num war Ersatzmama Nr. 1. Und weil das blöde Bett so verdammt hoch war, musste man eben so lange Radau schlagen, bis jemand kommt und man getröstet – und durchgeflauscht – wird. Klappte auch meistens, und wenn nicht, musste man sich halt miepend unterhalb vom Kopfende begnügen. Leider bin ich, was meinen Schlaf anbelangt, etwas empfindlich und wenn das die halbe Nacht so geht… Deshalb war Rocky anfangs nicht ganz so beliebt bei mir. (Ersatzmama Nr. 2 wurde dann übrigens später, als sie auch in die Wohnung durfte, unsere Hündin. Bei der hat Rocky dann ständig versucht zu saugen. Irgendwann war Gustel so mit ihrem Hormonhaushalt durcheinander, weil ständig ein aufdringlicher Flauscheball versuchte, an ihren Zitzen zu saugen, dass tatsächlich ein wenig Milch kam. Schade, dass es davon keine Bilder gibt. )

Aber davon hab ich noch Fotos. Rocky war schließlich selber auch zweimal Mama.

Aus dem ersten Wurf stammte Pauline. Pepe, Pippin und Pauline. Da ist Balu der Papa. Zur besseren Erläuterung:

Wenn sich Geschichte wiederholt…

Tante Num diente natürlich immer wieder als Anlaufstelle für all die kleinen und großen Sorgen…  (Ich glaube, ich muss mal einen Blogeintrag nur über Rockys Kinder machen. Da sind noch so schöne Fotos bei. Pepe in der (offenen) Waschmaschine. Leider alle etwas unscharf.)

Der zweite Wurf hat es mir eigentlich mehr angetan. Drei kleine Rockys, das war sooo knuffig. Plumps, der sich immer auf den Hintern fallen ließ, wenn er müde war, Pascha und Mini. Leider wollte mir keiner glauben, dass wir unbedingt Pascha behalten sollten, in den hatte ich mich damals schon verliebt. Pascha sah nämlich nicht nur aus wie Rocky, sondern benahm sich auch so.  Mini, die kleinste, hat dann zuletzt noch in ein Stromkabel gebissen. Scheiße war das.

Isn’t she cunning?

Das war schon in der neuen Wohnung…

Und das vor dem UT. „Ich geh mit. Basta!“

Rocky inna bun gefällig? *flausch*

„Schatz, hör auf. Wir werden bespannt.“

Nur um nochmal zu zeigen, wer hier der Herr im Hause die Herrin des Zimmers ist.

Das war nach ihrer Kastratation, deshalb ihr geschorener Bauch. Die halbe Nacht lag sie da wie tot, nur weil der Tierarzt ihr eine Überdosis gegeben hat. „Die wacht schon wieder auf. Bleiben Sie einfach bei ihr.“, meinte er, als wir ihn nach drei Stunden mal angerufen haben. Gegen halb 1 in der Nacht kam dann eine Bekannte, die auch Tierärztin ist, mit ihrer Ausrüstung und hat ihr dann etwas verabreicht, das sie wieder zurückholt. Ich hatte sie schon abgeschrieben, so kalt und steif war sie. Ich weiß nicht, wem es damals dreckiger ging, Rocky oder mir… Photobucket

Ein Bild zum Schluss noch, das ich beim Aufräumen gefunden habe: