Archiv für Juni, 2008

W. Moers – Der Schrecksenmeister

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juni 29, 2008 von nuemsche

Num geht bloggen. Das EM-Finale fängt erst in einer dreiviertel Stunde an. Wer findet den Fehler?

[EDIT: Achtung, freilaufende Spoiler. Mir fällt gerade so beim Nachlesen auf, dass ich dieses Mal besonders viel von der Geschichte verraten habe. Und zum Nachbessern bin ich zu faul...]

Jeder Buchling kennt Hildegunst von Mythenmetz’ fabelhaften Roman über Echo, das Krätzchen – eine zamonische Kratze unterscheidet sich übrigens von unserer Katze lediglich dadurch, dass sie sprechen kann: In Sledwaya, der traurigsten Stadt Zamoniens, ist Echo dermaßen in Schwierigkeiten geraten, dass er gezwungen ist, mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt dem Schrecksenmeister Sledwayas das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muss Eißpin Echo dreißig Tage lang auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtum des Krätzchens gerechnet – vor allem nicht mit seinen neuen Freunden, der letzten Schreckse von Sledwaya, dem Einäugigen Schuhu und einem Gekochten Gespenst.

Das war jetzt also mein dritter Roman aus Zamonien. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich fand ihn nicht ganz so gut wie die Stadt der Träumenden Bücher oder Rumo. Aus einem ganz einfachen Grund: Der Schrecksenmeister ist zu kurz. 

Dementsprechend ist auch die ganze Geschichte ziemlich flott erzählt. Moers wirkt immer etwas kurz angebunden, finde ich. Mal eben kurz in den Unkenwald, sich bloß nicht zu lange dort aufhalten. Izas ersten Aufenthalt im Schloss beenden wir mal eben mit einem Sturz vom Dach… So wirkte das stellenweise auf mich. Das wirkte sich auch auf die Spannung aus, manche Passagen haben mich deutlich mehr gefesselt als andere. Es gab zwar immer so kleine Überraschungsmomente, wie beispielsweise der Sturz vom Dach, die aber im nächsten Moment sofort wieder aufgelöst wurden. Das las sich dann meistens irgendwie… lieblos klingt so hart, das war es eindeutig nicht. Auf jeden Fall wenig originell. Echo fällt dreimal aus großer Höhe, wird zweimal von den Ledermäusen aufgegriffen. Hätte da das eine Mal am Schluss nicht gereicht?

Wenn man das mal mit der Stadt der Träumenden Bücher vergleicht, als Hildegunst von Mythenmetz in eine Falle tappt und nach Unhaim rutscht… Da wirkten sich solche Zwischenfälle noch langfristiger aus. Das meinte ich mit ‘zu kurz’. Insgesamt fand ich die erste Hälfte der Erzählung etwas low. Wayne, genug gemotzt, vielleicht bietet sich der Stoff für eine Odysee à la Buchhaim auch einfach nicht an. Was ich auf jeden Fall gelungen fand, war der Plottwist, bzw. die Plottwiste, mit Fjodor F. Fjodor, dessen Sprachfehler zwar auch nicht neu war, aber lustiger als Gaunabs. Und dass der Liebestrank für Eißpin gescheitert ist, fand ich gut, ebenso wie Izas Tod. Klingt hart, is’ aber so.

Das Finale, die letzten hundert Seiten etwa, waren dann auch spannender als der Rest. Er kann anscheinend besonders gut erzählen, wenn es Schlag auf Schlag geht. Die Revolution der Schmerzkerzen (Thiii! Ich will auch ein paar haben, die fand ich so toll.) und die Weiße Witwe – Das klang schon mehr nach dem alten Moers. Besonders angetan haben es mir ja die Schreckseneichen.

To Isengard! Though Isengard
be ringed and barred with doors of stone;
Though Isengard be strong and hard,
as cold as stone and bare as bone,
We go, we go, we go to war,
to hew the stone and break the door;
For bole and bough are burning now,
the furnace roars – we go to war!
To land of gloom with tramp of doom,
with roll of drum, we come, we come;
To Isengard with doom we come!
With doom we come, with doom we come!

Chrm, falsches Buch. Aber daran musste ich gleich denken, als die Eichen vor dem Schloss standen. Hach.

Ansonsten… Die Wortwitze waren natürlich auch wieder da. Das hätte mich auch arg gestört, wenn die gefehlt hätten. Dass Gofid Letterkerl ein Anagramm für Gottfried Keller ist, hab ich gemerkt, als Seldwyla Sledwaya genannt wurde. Den Namen hatte ich noch von Romeo & Julia auf dem Dorfe im Kopf, so dass ich mich im esten Moment glatt gewundert habe, warum er den Namen nicht umgewandelt hat. Ähnlich wie bei Fjodors Sprachfehler. Die Zeichnungen waren auch wieder schön, wenn auch ein wenig rar. Aber das sind sie ja sowieso. *hust*

Der größte Pluspunkt waren natürlich die Beschreibungen von Echo. Die Szene bei der Degustation war ja mal richtig knuffig, bei der Pinkelung musste ich so lachen.

Das Buch sollte man am besten wirklich mit Katze auf dem Schoß und etwas zu essen neben sich lesen. Rocky lag die meiste Zeit zwischen meinen Beinen und ließ sich kraulen. Dazu noch ein Teller mit Schokoladenkuchen und ‘ne Dose Erdnüsse. So lässt es sich doch leben.

Beim Lesen bin ich immer zwischen 6 und 7 geschwankt, nach dem Finale bekommt Der Schrecksenmeister auf jeden Fall 7 von 10 Schmerzkerzen verliehen. Beim nächsten Mal sollte Moers vielleicht lieber wieder etwas Eigenständiges schreiben übersetzen, nachdem wir schon zweimal das Wunder der Liebe hatten. Auch wenn das Nachwort von Mythenmetz witzig war…

T. Pratchett – Feet of Clay

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juni 25, 2008 von nuemsche

Eigentlich wollte ich Pratchett ja nicht rezensieren. Ich kann irgendwie schlecht in Worte fassen, was mir an seinen Büchern so besonders gut gefällt. Ich versuch’s trotzdem mal…

(Ich mag die amerikanischen Ausgaben nicht. Vor allem diese Zitate vorne, hinten, auf dem Buchrücken. Interessiert das irgendjemanden? Wenn das nicht doppelt so teuer wäre, würde ich mir viel lieber die ganze Reihe in schwarz holen. Photobucket)

It’s murder in Discworld! – which ordinarily is no big deal. But what bothers Watch Commander Sir Sam Vimes is that the unusual deaths of three [Hab ich was verpasst? ] elderly Ankh-Morporkians do not bear the clean, efficient marks of the Assassins’ Guild. An apparant lack of any motives is also quite troubling. All Vimes has are some tracks of white clay and more of those bothersome „clue“ things that only serve to muck up an investigation. The anger of a fearful populace is already being dangerously channeled toward the city’s small community of golems – the mindless, absurdly industrious creatures of baked clay who can occasionally be found toiling in the citie’s factories. And certain highly placed personages are using the unrest as an excuse to resurrect a monarchy – which would be bad enough even if the „king“ they were grooming wasn’t as empty-headed as your typical pottery.

Ich war ja ernsthaft am Überlegen, ob ich mir überhaupt Feet of Clay holen sollte. Im Moment mach ich es nämlich so, dass ich immer ein Buch von meinem Stapel hier ablese und mir erst dann ein Neues kaufe. Bevorzugt aus der Wachenreihe, damit ich die abgearbeitet habe, bevor es TOD an den Kragen geht. Dementsprechend hab ich mir in den letzten Wochen zuerst Guards! Guards! und dann Men at Arms gekauft; beides Bücher, in denen es mitunter darum geht, dass Vetinari abgeschafft werden soll, damit ein neuer Herrscher die Macht übernimmt. Als ich deshalb las, dass hier schon wieder ein Anschlag auf Vetinari (Um Spoiler brauch ich mir keine Gedanken machen, oder?) verübt werden sollte, war ich ja kurz versucht, nicht doch gleich zu Night Watch zu springen. Vor allem, weil ich endlich wissen möchte, was es mit dem verdammten Flieder auf sich hat.

Gut, dass der Sammler in mir mich dazu gezwungen hat, die Reihenfolge einzuhalten. Ja, in dem Punkt gibt es einige Gemeinsamkeiten. Nein, es wird nicht langweilig. Ich weiß nicht, ob ich die beiden Vorgänger einfach nicht mehr so gut in Erinnerung habe, aber Feet of Clay gefällt mir von den Wachenromanen bislang noch am besten. Pratchett ist allgemein toll mit seinem Schreibstil, bei dem von allem etwas dabei ist, darum lese ich ihn momentan ja auch so gerne. Und hier hatte ich das Gefühl, dass von allem noch etwas mehr dabei war.

Ich hab ja schon in meiner ersten Rezension geschrieben, dass ich eigentlich kein großer Krimifan bin. Irgendwie fang ich mich bei den meisten Krimis irgendwo ab der Mitte an zu langweilen. Mag sein, dass hier die Fantasy und sein Stil das wieder größtenteils abfängt, aber gerade bei dem Buch fand ich es genial, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenfinden. Ich bin lange Zeit davon ausgegangen, dass die beiden Fälle wenig miteinander zu tun haben. Oder auch so die diversen Hinweise, die hier schon am Anfang des Buches auftauchten. In der Szene, in der Father Tubelcek stirbt, bin ich automatisch von einem alten Mann mit Holzbein ausgegangen. Der Fremde wirkte so… vivid. Als dann der Verdacht auf die Golems fiel, war ich am zweifeln, ob Vimes da nicht irrt.

Vimes ist sowieso super. Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich diverse Weltbilder zerstöre, aber er ist mir sogar noch lieber als Angua und Constable Downspout. *hust* Seine Kommentare sind mitunter das Beste im ganzen Buch, finde ich. Vor allem seine Gespräche mit Vetinari.

The Patrician waved a hand towards the stairs and his office full of paper. ‘Nevertheless, Commander, I’ve had no less than nine missives from leading religious figures declaring that he is an abomination.’
‘Yes, sir. I’ve given that viewpoint a lot of thought, sir, and reached the following conclusion: arseholes to the lot of ‘em, sir.’
The Patrician’s hand covered his mouth for a moment.

Thiihi.

‘Yes, my lord?’
‘It’s the candle from the other night.’
‘It’s not burned down, my lord? But I saw the candle end in the holder . . .’
‘Oh, of course I cut off enough to make a stub and let the wick burn for a moment. I couldn’t let our gallant policeman know I’d worked it out for myself, could I? Not when he was making such an effort and having so much fun being . . .  well, being Vimes. I’m not completely heartless, you know.’
‘But, my lord, you could have sorted it out diplomatically! Instead he went around upsetting things and making a lot of people very angry and afraid-’
‘Yes. Dear me. Tsk, tsk.’

Photobucket

Was ich fasziniered fand, war auch das bilinguale Wortspiel in dem Wappen von Arthur Carry. Art brought forth the candle – Ars Enixa Est Candelam – Lampe au possoins. Sowas liebe ich. Darum mag ich auch Moers gerne oder Douglas Adams. Wobei Adams, mit dem Pratchett ja oft verglichen wird, eins noch fehlt, meiner Meinung nach. Die philosophischen Inhalte.

‘Excuse Me,’ said Dorfl.
‘We’re not listening to you! You’re not even really alive!’ said a priest.
Dorfl nodded. ‘This Is Fundamentally True,’ he said.
‘See? He admits it!’
‘I Suggest You Take Me And Smash Me And Grind The Bits Into Fragments And Pound The Fragments Into Powder And Mill Them Again To The Finest Dust There Can Be, And I Believe You Will Not Find A Single Atom of Life-’
‘True! Let’s do it!’
‘However, In Order To Test This Fully, One Of You Must Volunteer To Undergo The Same Process.’
There was silence.
‘That’s not fair,’ said a priest, after a while. ‘All anyone has to do is bake up your dust again and you’ll be alive . . .’
There was more silence.
Ridcully said, ‘Is it only me, or are we on tricky theological ground here?’
There was more silence.

Hach. Und da soll Opa noch behaupten, Fantasy wäre zu anspruchslos für mich. Klar, wenn das einzige Buch aus dem Genre, das er kennt, Tintenherz ist… Nichts gegen Cornelia Funke, aber so niveauvoll schreibt sie dann doch nicht.

Tja. Wie sagte schon der/die/das Fantasy & Science Fiction :

„If Terry Pratchett is not yet an institution, he should be“

(Dafür sind die Zitate also da…)

EDIT:
Jetzt hab ich das Wichtigste glatt vergessen. Feet of Clay bekommt 9,5 von 10 Kerzen à la Carry…

Huld und Jubel? :dackelblick:

Veröffentlicht in Real Life am Juni 25, 2008 von nuemsche

FERIEN!

Deutsch: gut

Gut, bin ich vollkommen mit einverstanden. Dafür dass Herr Dr. R. recht philosophisch veranlagt ist und mit uns kaum Deutsch gemacht hat und da ich mich selber nicht als philosophisch bezeichnen würde, eher als besserwisserisch: Gut.

Englisch: sehr gut

Surprise! Surprise!

Ich weiß zwar nicht genau womit ich das verdient habe, aber ich werd ‘n Teufel tun, dagegen zu protestieren. Gut, ich hatte in beiden Klausuren eine glatte 1; Ausdrucksvermögen und beim letzten Mal auch Inhalt (*) waren sogar eine 1(+). Trotzdem…

(*) Thihi. Das war die Klausur über The War Between The Classes. Die Stunde zuvor war er noch durch die Reihen gegangen und hat in unsere Lektüren geguckt, um zu sehen, inwieweit wir uns Notizen gemacht hatten. Ich hatte das Buch vor längerer Zeit gelesen und mir seitdem im Unterricht nur ein paar Eselsohren reingemacht. (Bei dem Buch geht das noch in Ordnung.) Das war ihm allerdings zu wenig, also habe ich mir extra die Mühe gemacht, dieses grottenschlechte Buch nochmal durchzulesen und mir Sachen anzustreichen und an den Rand zu schreiben. Mit dem Ergebnis, dass nach seinem Geschmack am Tag der Klausur zu viel drinstand.  Letztendlich hab ich dann komplett ohne Lektüre geschrieben, weil ich keine Lust hatte, dass er das irgendwie als Täuschungsversuch wertet, und ich ihm das Buch freiwillig nach vorne gegeben habe. Tja, 1(+). Als einziger. Obwohl der Inhalt nun wirklich überaus simpel war  und man das auch locker ohne Vorlage schaffen konnte.

Latein: sehr gut

Muss ich dazu noch was sagen?

Kunst: gut

Geschichte: sehr gut
Hach, das einzige Fach, in dem ich das ganze Jahr über durchgängig auf 1 stand. Ich find das Fach gar nicht so schlimm. Man kriegt öfters mal mehr oder weniger interessante Anekdoten erzählt, muss nicht sehr viel lernen, um gelegentlich mitreden zu können und wenn man den richtigen Lehrer hat, braucht man sich nicht mal so sonderlich viele Daten merken. Wobei letzteres eigentlich auch nicht so das Problem wäre, weil ich mir im Gegensatz zu Namen und sowas Zahlen eigentlich sehr gut merken kann. Der „2+4″-Vertrag war 6 Tage nach meinem Geburtstag am 6.9. und die ersten offiziellen Wahlen in der DDR waren 4 Tage nach Gülsches Geburtstag am 14.3., der wiederum einen Tag vor den Iden des März (Beware!) ist. Nichts gegen Eselsbrücken.

Ich bin bloß froh, dass Frau M. den LK macht. Ich glaube, in Geschichte kommt es wirklich auf den Lehrer an, ob das Fach interessant ist oder nicht.  Letztes Jahr hätte ich zum Beispiel niemals gedacht, dass ich das als Leistungskurs nehmen würde.  So nehme ich eine Naturwissenschaft als 1. LK, eine Gesellschaftswissenschaft als 2. LK und den Schwerpunkt im sprachlichen Bereich. Is’ ja nicht so, dass ich mich nicht festlegen kann oder will. *hust*

Erdkunde: gut

Armleuchter! Nichts gegen die Note, aber ich bin heilfroh, dass ich Herrn S. los bin. Bah, ich frag mich, wie er dazu kommt, in der Oberstufe zu unterrichten. Er hat uns ein halbes Jahr lang jede Stunde für den Multimediaraum eingetragen. Und uns dann so Aufgaben gegeben wie: „Googelt mal nach dem Begriff ‘Murcia’. Mal sehen, was ihr so findet.“  Zwei Stunden lang! Wobei er ja erst mit seinem Kommentar zur Geschichte Deutschlands den Vogel richtig abgeschossen hat. Und dann erzählt er mir noch bei der Notenbesprechung, dass er ja sehr geschichtsinteressiert wäre, nachdem er von mir erfahren hat, dass ich lieber einen Geschichte-LK gewählt habe, anstatt bei ihm weiterhin Erdkunde zu haben.

Wehe, ich krieg den nächstes Jahr in Englisch. Ich weiß, dass er einige Grundkurse übernehmen will und ich hab von den Seiteneinsteigern gehört, dass die Klausuren bei ihnen nur so gut ausgefallen sind, weil er einige Fehler nicht gefunden hat.

Mathe: sehr gut

Öhöm. Knapp. Mündlich steh ich zwar auf 1(-), allerdings hatte ich bei der ersten Klausur eine Aufgabe nicht richtig gelesen, sodass mir ein Punkt für eine 1 fehlte. Und bei der zweiten Klausur hat sie mir zwei Punkte abgezogen, weil ich meine Rechenschritte nicht ausreichend erläutert habe. Dabei war das sowas von offensichtlich! Da fehlte mir wieder nur ein Punkt. Schön, dass Frau W. so ein schlechtes Gewissen hatte, als sie mir eine 2(+) geben wollte. Kähähä…

Biologie: sehr gut

Physik: sehr gut

Wie gut, dass ich die zweite Klausur nicht mitgeschrieben habe. So hatte ich in der ersten Arbeit eine ganz, ganz knappe 1 mit den Punkten, die er mir für die äußere Gestaltung gegeben hat und eine 1(+) in dem lange zuvor angekündigten Test, in dem es nur darum ging, ein paar Formeln aufzuschreiben.

Religion: sehr gut

Chrm. Eigentlich das Fach, wo man vermuten könnte, dass es mir neben Sport am wenigsten liegt. Aber Frau B. legt ja glücklicherweise nicht Wert darauf, dass wir uns unbedingt positiv zu den Themen äußern. Bleibt nur zu hoffen, dass ich von Opa [Ex-Pastor] nicht wieder zur „Belohnung“ eine Biografie von Dietrich Bonhoeffer oder ähnliches geschenkt bekomme…

Sport: befriedigend

Gnah! Gut, bei dem Zeugnis will ich mich nicht wirklich beschweren. Trotzdem ärgert mich das. Eine knappe 3. Beim Cooper-Test war ich noch einer der Besten und hatte eine 2(+). Ich wette, das liegt am Fußball. Ich mag nicht bolzen. Ab nächstem Jahr darf ich rudern und Badminton spielen, das stell ich mir bedeutend entspannter vor.

Macht einen Durchschnitt von 1,45. Und einen Blogeintrag von etwa 900 Wörtern. Hätte mir nicht jemand mal Bescheid sagen können?

Erwähnte ich schon, dass ich jetzt Ferien habe?

6 Wochen ausschlafen. Irgendwann Mitte Juli fahr ich dann wieder nach Iserlohn. Mein liebes Schwesterherz fragte schon, ob ich vorher wieder erst nach Dortmund fahre, sonst würde sie direkt mit mir mitkommen wollen. Äh…

Thou shalt not build upon unlicensed places!

Veröffentlicht in Real Life am Juni 22, 2008 von nuemsche

Und ich blogge doch über mein Praktikum! Damit nicht alle glauben, es wäre im Bauamt so staubtrocken wie es vielleicht klingt. Aaalso. An unserer Schule ist es nämlich so, dass wir während unserer Schülerlaufbahn zwei Praktika haben. Eines in der 9, das ich bei Hagen Wohnbau gemacht habe. Damals bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, dass Architektur ganz interessant sein könnte. Vorher wollte ich immer unbedingt Bibliothekar werden, nicht nur, weil der Beruf so schön fachmännisch klang, sondern auch weil man dann immer mit Büchern zu schaffen hat. (Davor Maler, das habe ich aber ganz schnell aufgegeben, als ich in der Schule sah, dass es Leute gibt, die bedeutend besser sind als ich… :num: ) Leider sind Büchereien allgemein sehr beliebt bei der Suche nach einem Praktikumsplatz. Machte aber im Nachhinein nichts, weil mein Praktikum bei Hagen Wohnbau einfach super war. Die hatten ein eigenes Programm für mich entwickelt, vom Abzeichnen einiger Baupläne, um so das Werkzeug erstmal kennen zu lernen, bis zum eigenen Entwurf eines Hauses.

Mein Betreuer war damals etwas skeptisch. Meine Vorgänger hatten alle ein Einfamilienhaus mit Satteldach entworfen, die sich ausnahmslos irgendwie ähnelten. Jetzt kommt doch tatsächlich dieser komische Typ vom Gymnasium an und meint unbedingt, einen Bungalow mit Walmdach bauen zu müssen.

Nun ja, ich hab’s hinbekommen und das Praktikum hat mir gut gefallen. Also wollte ich dieses Mal wieder etwas in der Richtung machen. Noch mal derselbe Betrieb ging nicht, ein anderer Betrieb in Espelkamp wollte mich nicht haben, alo bin ich zur Stadt gegangen. „Mal die Kehrseite der Medaille kennen lernen.“ Ehrlich gesagt, ich hab es mir langweiliger vorgestellt. Ich dachte wirklich, ich müsste zwei Wochen lang alte Bauanträge bearbeiten. Stattdessen durfte ich direkt am ersten Tag ins Nachbardorf fahren, um dort die Siedlung zu begutachten, deren B-Plan ich mir vorher angeguckt hatte. Ein Bebaungsplan schreibt vor, wie die Häuser in etwa auszusehen haben. Traufenhöhe, Firsthöhe, Farbe der Dachziegel, Neigung des Daches, Geschossigkeit… Irgendwann rutschte mir dann während des Vortrags ein „Kein Wunder, dass kein Schwein mehr selber bauen will. “ raus. Im „Goldenen Frieden“ erwartete mich dann folgendes:

Oh, was habe ich mich über das frisch gemähte Gras gefreut. Ich habe regelrecht geheult vor lauter Freude. 

Das reinste Kuddelmuddel (Schönes Wort…) Man kann ihnen nicht vorwerfen, die Traufe wäre zu hoch. Es hat schließlich keiner gesagt, dass sich die Regenrinne am Hauptdach befinden muss.

Den B-Plan lass mich mal lieber weg. Ich hab ihn gerade hochgeladen und selbst WordPress hatte schon Probleme damit…

Ansonsten durfte ich viel mit AutoCAD arbeiten. Auch wenn Eldarion, bzw. ihr Prof, nichts davon hält, ich finde das Programm gar nicht mal so schlecht. Ich konnte jetzt leider nur 2D arbeiten, weil der Stadtplaner, der sich in den 2 1/2 Wochen um mich kümmert, kein 3D braucht und sich deshalb damit auch nicht auskennt. Zum Beispiel durfte ich auf einer Karte von Preußisch Oldendorf sämtliche Naturdenkmäler und Glascontainerstellplätze eintragen. Ungeheuer interessant, aber so kann ich jetzt immerhin einigermaßen mit dem Programm umgehen.

Ich hatte einen eigenen Ordner. :uglymanwe:

F: war übrigens mein MP3-Player. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade mit der Fotomontage beschäftigt, deshalb ist Photoshop auch offen. Aufgabe hier war es, nach Bad Holzhausen zu fahren und das Gebäude zu fotografieren, das an einer stark befahrenen Kreuzung direkt am Ortseingang liegt und das… ein wenig unvorteilhaft für einen Luftkurort-und-was-weiß-ich-nicht-noch-alles aussieht. Darum soll das Teil auch abgerissen werden und ich sollte mal gucken, wie sowas später aussehen würde.

Ich weiß, dass das Grün der Baumgruppe hinten nicht passt. Das war ja auch noch am Anfang, bevor ich mich wieder reingefunden hatte.

Wie war das noch mit dem Wettbewerb, wo wir ein kostenloses UT gewinnen können? Ich finde das sehr kreativ.

Ich war in den zwei Wochen wohl öfter auf dem Rad und unterwegs als sonst. Hier mal ein paar Fotos für’s Archiv machen, da eine Siedlung besuchen. Und die Ergebnisse dann am Laptop auswerten, der wahrscheinlich noch langsamer als der Gulsche ist. Nach dem Einschalten braucht er erstmal eine Viertelstunde, bis er wirklich stabil läuft… Es hätte schlimmer kommen können.

Über den Straßen von Mora Sul…

Veröffentlicht in WWW am Juni 22, 2008 von nuemsche

Ich hab noch ein paar Bilder, für Naz und Danath. Hat zwar nichts mehr mit Biff zu tun, aber egal. Ich hab gerade, vor etwa anderthalb Stunden, beschlossen, dass ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr Gothic 3 gespielt habe. (Der Soundtrack! *herzchen*) Also hab ich mal den letzten Spielstand geladen und bin mit meinem Assassinen ein wenig spazieren gegangen. In dem Spiel hat man entweder die Wahl zwischen den königstreuen Rebellen, den Söldnern, die sich den Orks angeschlossen haben, und den unabhängigen Assassinen. Klar, dass ich lieber letztere spiele, auch wenn die Assassinen hier nicht nur assassinieren.

Here we are, auf einem Unterstand direkt über den Straßen einer der Wüstenstädte, auf der Suche nach einem Opfer, das uns nichts getan hat und daher als Anschauungsobjekt herhalten muss…

Dort unten war noch zu viel los. In den Eingängen der Häuser verborgen standen noch einige Händler. Also weiter.

Über alles, was gerade stille hält… 

Bis wir unser unschuldiges Opfer endlich gefunden haben. Ein Sklave! Kähähä, um den wird sowieso niemand großartig trauern. Jetzt heißt es bloß gut zielen, damit er mir mit seinem Geschrei nicht die Wachen auf den Hals hetzt.

Strike!

Wie man an dem roten Balken sieht, bin ich zweimal vom Dach gefallen. Passiert schonmal, so im Eifer des Gefechts. *hust*

Der leere Balken in der Mitte unten ist eigentlich die Inventarleiste, die aber heute etwas scheu war und sich nicht fotografieren lassen wollte. Ihre Kollegin oben zeigt an, wie lebendig der Gegner noch ist. Sie ist ein wenig eingebildet und drängt sich bei solchen Fotoshootings gerne ins Bild, auch wenn sie dort nichts zu suchen hat. Außerdem ist es spät und ich habe das Gefühl, ich rede Schwachsinn. Gute Nacht.

C. Moore – Lamb: The Gospel According To Biff

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juni 22, 2008 von nuemsche

Solange sich Holland und Russland nicht entscheiden können, wer ins Halbfinale kommen möchte, kann ich mich auch noch sinnvoll beschäftigen und einen Blogeintrag schreiben. Ich krieg’s ja direkt mit, was der Kommentator im anderen Tab brabbelt. Moment, Freistoß… Daneben.

Lamb. Ehrlich gesagt hab ich von Christopher Moore noch nie etwas gehört. Fluke stammt auch von ihm, den Rest hab ich schon vergessen.  Ich kann im Moment auch schlecht nachgucken, weil ich das Buch verliehen habe. An jemanden, der es hoffentlich pfleglich behandelt. Unsere Religionslehrerin hat ein wenig spärlich geguckt, sie stand nämlich in der Pause quasi direkt daneben, als ich das Buch übergeben habe. 

Auf Englisch natürlich. Cerb hat das Buch auf Deutsch, deshalb kannte ich es zumindest namentlich, als mir meine Schwägerin (Die Frau meines Bruders ist doch meine Schwägerin, oder? Ich komm gerade etwas durcheinander…) davon erzählte und kurzerhand beschloß, mir auch eine Ausgabe (Shit, das war’s wohl für die Niederlande.) zu bestellen. (3:1… Jetzt bin aus dem Konzept, das Forum hält auf.)  Äh… Inhalt.

The birth of Jesus has been well chronicled, as have his glorious teachings, acts, and divine sacrifice after his thirtieth birthday. But no one knows about the early life of the Son of God, the missing years — except Biff.

Ever since the day when he came upon six-year-old Joshua of Nazareth resurrecting lizards in the village square, Levi bar Alphaeus, called „Biff,“ had the distinction of being the Messiah’s best bud. That’s why the angel Raziel has resurrected Biff from the dust of Jerusalem and brought him to America to write a new gospel, one that tells the real, untold story. Meanwhile, Raziel will order pizza, watch the WWF on TV, and aspire to become Spider-Man.

Verily, the story Biff has to tell is a miraculous one, filled with remarkable journeys, magic, healings, kung-fu, corpse reanimations, demons, and hot babes — whose considerable charms fall to Biff to sample, since Josh is forbidden the pleasures of the flesh. (There are worse things than having a best friend who is chaste and a chick magnet!) And, of course, there is danger at every turn, since a young man struggling to understand his godhood, who is incapable of violence or telling anything less than the truth, is certain to piss some people off. Luckily Biff is a whiz at lying and cheating — which helps get his divine pal and him out of more than one jam. And while Josh’s great deeds and mission of peace will ultimately change the world, Biff is no slouch himself, blessing humanity with enduring contributions of his own, like sarcasm and café latte. Even the considerable wiles and devotion of the Savior’s pal may not be enough to divert Joshua from his tragic destiny. But there’s no one who loves Josh more — except maybe „Maggie,“ Mary of Magdala — and Biff isn’t about to let his extraordinary pal suffer and ascend without a fight.

Ich weiß nicht, wie bibelfest man sein muss, um das Buch wirklich witzig zu finden. Ich konnte mit vielen Anspielungen etwas anfangen, aber ich bin ja auch geprägt.

„Did you know that — about not being able to build on sand?“ Joshua asked.
„Of course, my father’s been talking about it for a long time. You can build on sand, but what you build will fall down.“
Joshua nodded thoughtfully. „What about soil? Dirt? Is it okay to build on that?“
„Rock is best, but I suppose hard dirt is good.“
„I need to remember that.“

Es gibt natürlich auch andere Stellen, die man auch verstehen kann, wenn man von Religion weitestgehend verschont geblieben ist.  Zum Beispiel die Stelle mit den Klageweibern. Der eigentliche Grund, warum das Volk Israel Moses jahrelang durch die Wüste gefolgt ist, war folgender: Normalerweise gab man nach 30 Jahren damals den Löffel ab. In den seltensten Fällen wurden die Leute auch 50. In dem Alter warfen einem die Klageweiber dann schon anklagende Blicke zu, weil sie sich um ihren Beruf gebracht fühlten. Als Moses loszog, um das Gelobte Land zu finden, wollten die Leute einfach wissen, wie lange er noch durchhält. They were probably betting.

Das Buch ist übrigens nicht nur über die fehlenden 30 Jahre, sondern auch über die Zeit danach bis zur Kreuzigung. Und es ist toll. Anfangs fand ich den Schreibstil ja trotz Fremdsprache, glaube ich, manchmal etwas simpel, aber spätestens ab der Rückkehr nach Judäa wurde es doch deutlich spannender.  Die letzten 200 Seiten finde ich noch am besten. Dort wird nämlich quasi das, was auch schon aus der Bibel bekannt war, neu nacherzählt. Wobei sich selbstverständlich herausstellt, dass die Evangelisten vieles später ganz falsch verstanden haben. Stümper. Glaubt beispielsweise ja nicht, der Messias wäre stets friedliebend gewesen. Poor ole Biff wurde mehr als einmal von ihm niedergeschlagen.

Beeindruckend fand ich auch das Ende, also die Kreuzigung. Ich kann mich noch entsinnen, dass ich ein paar Tage vorher Die Passion Christi gesehen hatte und den ungefähren Ablauf noch ganz gut in Erinnerung hatte. Als Josh, seine Jünger, Biff und Maggie nach Jerusalem kommen und Josh mal wieder in sämtliche zur Verfügung stehenden Fettnäpfchen tritt, sieht es im Buch bis zur letzten Sekunde noch so aus, als könnte Biff seinen Freund retten. Ich war mir ziemlich sicher, dass Moore gleich vom Original abweicht. Es hätte sogar gepasst, Josh wäre untergetaucht und dann wieder „auferstanden“. Stattdessen muss dieser… Gnah. Vor allem Biffs Reaktion. Wobei ich den letzten Abschnitt mit Maggie wieder irgendwie knuffig finde, der gleicht das wieder aus. (Merkt man, dass ich gerne mehr vom Inhalt erzählen würde? )

Ach ja, Maggie.  Joshs und Biffs große Liebe. Zu blöd, dass Josh als Messias keine Frau haben darf, Maggie ihn aber Biff gegenüber bevorzugen würde. Auf jeden Fall fand ich die Liebesgeschichte mal deutlich glaubwürdiger als in vielen anderen Büchern (Gibt es hier denn keien Spoilertags? Ich kann so nicht arbeiten! :vianne: ) Ich kann es nämlich absolut nicht leiden, wenn sich die Hauptpersonen auf einen Schlag ineinader verlieben. Nee, das finde ich irgendwie unoriginell. Manchmal funktioniert’s, siehe Rumo, oft nicht.

Öhm. Ja. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Bei Amazon hat das Buch fast 5 Sterne bekommen, ich verleihe ihm 8 von 10 Lektionen bei Kashmir. :insider:

Was? Bilder? Ach ja…

Nicht schön, aber selten. Nachdem ich mich gerade auf einer Website mit Zitaten aus Lamb festgelesen habe, wollte ich mich etwas beeilen. Auch wenn jetzt eh keiner mehr im Forum sein wird.

Kuddelmuddel

Veröffentlicht in Real Life am Juni 15, 2008 von nuemsche

Auch wenn ich bei meiner Anmeldung deutlich gewarnt wurde, dass Spam nicht gewünscht sei, wird dieser Beitrag wohl spammiger als alle anderen. Hier kommt alles rein, was sich so in der letzten Woche angesammelt hat. Picspam, wenn man so will.

Für lil, weil sie ja unbedingt sehen wollte, wie lang meine Haare mittlerweile sind. Nervig lang. Im Moment hängen mir die Spitzen gerne in die Augen, also warte ich sehnsüchtig darauf, dass sie irgendwann mal so lang sind, dass ich sie hinter die Ohren verbannen kann.

Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal Lefa nachgeeifert und mein Auge fotografiert. Oder war davon auch die Rede? Wayne. Ich mag die Haarfarbe, da soll noch einer sagen, ich wäre straßenköterblond. Schade, dass das nicht immer so aussieht.

Der Wahnsinn steht mir ins Gesicht geschrieben, geplatzte Äderchen zieren meinen Augapfel… *hust*

Das war, glaube ich, am Montag, nachdem ich mit dem Rad an ‘nem frisch gemähten Feld vorbeigefahren bin. Plöde Allergie. Ich hab das Bild ja schon extra so geschnitten, dass die Augenringe nicht zu sehen sind. Ich bin ja schließlich nicht unausgeschlafen, oder so. Ach was.

Braun-Grün steht auf meinem Perso. Stimmt also.

Gewitter!

Leider nur durch’s Fenster fotografiert. Bis ich unten war, hatte sich dieser scharfe Rand schon wieder aufgelöst, da sah das nicht mehr so beeindruckend aus…

So richtig ekliges Wetter find ich ja eigentlich gar nicht mal so schlecht. Wenn man sich schön mit ‘ner ganzen Kanne selbst aufgebrühtem Schwarztee, etwas Schoko und einer schnurrenden Rocky auf dem Schoß auf’s Sofa setzt und sich ein gutes Buch vornimmt, während der Regen gegen die Scheibe prasselt und es blitzt und donnert… Hach.

Nebel und Schnee ist auch schön. Ansonsten darf es ruhig ordentlich warm werden, auch wenn das bei meinem niedrigen Blutdruck nicht sonderlich klug ist. Egal, lieber kipp ich einmal weg als dass ich den ganzen Tag mit eiskalten Pfoten rumrenne. Das kann ich überhaupt nicht ab. Kalt und bedeckter Himmel. Bäh.

(Mein Zimmer sieht aufgeräumter aus, als es eigentlich ist, ehrlich.)

Ja, auch Rocky hat manchmal ein kleines Aufmerksamkeitsdefizit. Wie man auf dem zweiten Bild unschwer erkennen kann steht das Regal nämlich direkt neben dem Schreibtisch, der nur so leer ist, weil ich einen Film gucken wollte und dazu gerne in meinem Chefsessel die Füße hochlege. Von dort aus konnte ich sie also bequem die ganze Zeit über streicheln, was ihr wahrscheinlich sehr wohl bewusst war, als sie sich dort hinlegte. Sonst schläft sie dort nämlich nie und auf meinem Schoß wäre es ihr vermutlich zu unruhig gewesen.

Heute legte sie sich dann auch beim Mittagessen mitten auf den Küchentisch in die Sonne. Als wenn sonst in ihrer Umgebung nichts weiter wäre. Wir haben sie natürlich nicht runtergeschmissen. Die arme Katze hat schließlich auch ein Recht auf Gesellschaft, warum sollte sie also nicht auch beim Essen auf ihre eigene Art und Weise teilhaben?

Ist sie nicht knuffig? Diese Nase und die Schnurrbarthaare und die Schlitzaugen und das kleine Flauschemäulchen! *herzchen*

Last but not least. Hat Cerb mir gerade geschickt. Ich finde es ja nett, dass die Werbung immerhin einigermaßen zum Thema passt. Tja. Wisibla.

W. Moers – Rumo & Die Wunder im Dunkeln

Veröffentlicht in Buchrezensionen am Juni 14, 2008 von nuemsche

So, hier kommt Buchrezension Numero 2, dieses Mal kein Historienroman, sondern das, was ich am meisten lese: Fantasy. Eigentlich hab ich Walter Moers ja lange Zeit gemieden, weil ich ihn eher für einen Kinderbuchautoren gehalten habe. Ich Unwissender! Gut, ich kannte bis vor „kurzem“ auch nur Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär und die auch nur namentlich. Bis ich dann irgendwann auf Adolf gestoßen bin.

Tja. Und jetzt hab ich innerhalb von zwei Monaten zuerst Die Stadt der Träumenden Bücher und dann Rumo gelesen.

Thii. Wobei ich sagen muss, dass Die Stadt der Träumenden Bücher mir minimal besser gefallen hat. Da war die Geschichte noch etwas geradliniger, während bei Rumo ja eher einige Stationen seines Lebens abgeklappert werden. Und Rumo hat natürlich den Nachteil, nicht über Bücher zu handeln. Trotzdem hat es mir gut gefallen. Darum kriegt es ja auch einen eigenen Blogeintrag, ne?

Eines Morgens wittert der kleine Rumo, der wie jeder Wolpertinger bei geschlossenen Augen mit der Nase sehen kann, den silbernen Faden, der das Glück verheißt. Doch bis dahin gilt es unvorstellbaren Gefahren zu trotzen: Rumo kämpft gegen bestialische Zyklopen, befreit seinen Lehrmeister Smeik von der Teufelsinsel, schlägt sich mit tumben Blutschinken, begegnet einem genialen Schüler von Professor Dr. Abdul Nachtigaller und gelangt schließlich in das idyllische Wolperting, wo er schließlich den Ursprung des silbernen Fadens findet …

Rumo – der Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller »Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär« – macht sich selbständig und geht seinen Weg: Wie er kämpfen und lieben lernt, Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt und wie er schließlich auszieht, um das größte Abenteuer seines Lebens zu bestehen, davon erzählt das bislang spannendste, ergreifendste und komischste Werk von Walter Moers.

»Es gibt Wunder, die müssen im Dunkeln geschehen.« Professor Doktor Abdul Nachtigaller

Was ich an den Zamonienromanen, zumindest den beiden, die ich momentan kenne, immer noch am besten finde, ist die Gestaltung der Seiten. Dass Löwenzahn und Grinzold, Rumos schizophrenes Schwert, eine eigene Schriftart haben, dass Geflüstertes kleiner und Gebrülltes groß geschrieben wird, dass der Rahmen der Geschichte das Schubladenorakel bildet, das dann in der Geschichte selbst nochmal auftaucht und natürlich die ganzen Zeichnungen mitten im Buch – Allein dadurch ist das Buch schon lesenswert, finde ich. Abgesehen davon ist Moers’ Schreibstil natürlich auch toll. Die ganzen Anspielungen und Wortspiele wie zum Beispiel Fort Una, die Stadt des Glücksspiels, oder Yggdra Sil im Nurnenwald. Schön fand ich auch die Verweise auf seine anderen Romane, wenn Doktor Kolibril vorm Schlafen zur Entspannung etwas von Hildegard von Mythenmetz liest etc. Lustig war es also auf alle Fälle und spannend fand ich es auch. Während der erste Teil ja noch recht knuffig war, hatte ich im zweiten Teil, in Untenwelt, manchmal leichte Probleme mit dem Lesen aufzuhören. Gerade ab da, wo Rumo versucht, die anderen Wolpertinger aus Hel zu befreien, musste ich immer notgedrungen bis zum Ende des, teilweise recht langen, Kapitels lesen, bevor ich das Buch zuklappen konnte. Das passiert mir auch eher selten.

Meine Lieblingsfigur war übrigens nicht Rumo, der zwar einerseits herrlich ignorant sein konnte, mir aber auch stellenweise zu weltfremd war, sondern Storr der Schnitter und seine Untoten Yetis. Als ich zum ersten Mal das Bild von ihm gesehen habe (ganz links auf dem Cover oben) fühlte ich mich unweigerlich an TOD erinnert. Wenn ich zitieren dürfte:

„Du hast gesagt, du bringst uns in ein Theater“, grunzte Storr der Schnitter, der zusammen mit Ribesehl und dem Bürgermeister von Wolperting die kleine Armee anführte. „Und jetzt waten wir durch eine Kloake.“ „‘Kommt, wir gehen nach Hel!’ hat Storr gesagt“, rief einer der Yetis hinter ihnen. „Wieder mal eine von deinen tollen Ideen!“ Die übrigen Yetis lachten dreckig. „Sie meinen es nicht so“, brummte Storr. „In Wirklichkeit ist es für sie ein Mordsspaß.“

… und …

Storr der Schnitter stürzte sich wieder in die Schlacht. Er stieß einem der Kupfernen Kerle den stählernen Stiel seiner Sense vor die Brust, so kraftvoll, dass der rückwärts über die Brüstung ins Theater stürzte. „Kämpft, Männer! Kämpft!“ brüllte er. „Halt die Klappe, Storr!“ rief einer von ihnen zurück. „Was denkst du denn, was wir hier machen?“

Chrchrchr…

Und natürlich musste er sterben. Wie nahezu jeder zwiespältige Charakter, den ich mag.

Das einzige, was mich etwas gestört hat, war Gaunabs Sprachfehler. Auch wenn er sonst mit seiner kindisch-blöden Art herrlich wahnsinnig und unsympathisch wirkte, war mir das doch zu strukturiert; dafür, dass er angeblich die Silben ständig menkomvoll deraneindurch bringt. Gut, wären die komplett gewürfelt gewesen, hätte Friftar wahrscheinlich noch mehr zu übersetzen gehabt. Aber das sind Kleinigkeiten. Bei der Beziehung zwischen Rala und Rumo dachte ich ja zwischenzeitlich auch, dass es Moers sich doch etwas zu einfach macht, wenn er ganz lapidar sagt, sie hätte sich ebenfalls auf den ersten Blick in ihn verliebt. Aber das wird dann ja später durch Rumos Ungeschick zum Glück wieder kompensiert. Ein Kinderbuch ist es auf jeden Fall nicht, dafür sind einige Passagen ja doch etwas brutal. Was ich aber in Ordnung fand.

Insgesamt würde ich sagen, ein sehr empfehlenswertes Buch, dem ich 8 von 10 Fallenstädte vergebe. Ich denke, als nächstes werde ich mich zuerst Käpt’n Blaubär und dann dem Schrecksenmeister zuwenden. Oh, und ich muss mir auf alle Fälle Die Stadt der Träumenden Bücher und Rumo noch selber zulegen, die waren ja bisher nur ausgeliehen.

EDIT: Yay!

I COULD MURDER A LEMON.

Veröffentlicht in WWW am Juni 5, 2008 von nuemsche

Dann will ich mich mal auch an der WG Blog Tour beteiligen. (Der Titel irritiert mich, ich denk ständig, da wäre ein Deppen Leer Zeichen. )

Das Bild gefällt mir übrigens sehr, da sind schön viele Zitrusfrüchte drauf. Zitrusfrüchte sind im Grunde die tollsten Früchte überhaupt, direkt gefolgt von Erdbeeren, wenn man die mal als Obst betrachtet, Himbeeren und Kiwis. Hach ja. Leider haben wir hier meistens nur Äpfel und Bananen. Mit Bananen kann man sich immerhin noch einen Bananenshake machen, aber Äpfel – Früher in der Schule hab ich immer Äpfel mitbekommen, seitdem hab ich da so eine kleine Ablehnung entwickelt. Es sei denn, es handelt sich um grüne, saure Äpfel. Barbossa! Wir hatten früher mal einen Boskop bei uns im Garten stehen mit einer Neigung von etwa 45°. Da kam sogar ich unsportliches Kind draufgeklettert. *hust*

Und Himbeersträuche! Der halbe Gemüsegarten war voll, nur mit Himbeersträuchern und ein paar Johannisbeeren, aus denen man toll Gelee machen konnte. Meine Pfefferminzsammlung war auch nicht zu verachten, ich hatte 3 oder 4 verschiedene Sorten. Was das angeht finde ich es schade, dass wir umgezogen sind.

Um noch mal zum Thema zurückzukommen, ich mag Äpfel nicht besonders. Wenn ich mal keinen Apfel in der Schule dabei hatte, war es ein Butterbrot mit Käse oder Schinken. Meistens zumindest. Irgendwann habe ich beschlossen, dass ich da lieber ganz auf mein Frühstück verzichte . Jetzt ess ich morgens, bevor ich zum Bus gehe, noch schnell zwei Scheiben Toast und das war’s. Und eine Tasse Schwarztee aus Gewohnheit; bringt mir zwar wahrscheinlich in Wirklichkeit nichts, aber da ich kein großer Kaffee-Fan bin hab ich so immerhin das Gefühl, trotzdem etwas wacher zu werden. Das Gefühl reicht ja schon; als ich heute (mal wieder) verschlafen habe und ohne meinen Tee losgegangen bin, wär ich mehr als einmal fast eingepennt. Könnte auch daran gelegen haben, dass ich heute etwa 6 Freistunden hatte. Zwei davon beaufsichtigt, weil wir mit dem Kurs Eis essen gegangen sind. (Limette und Zitrone. Aww, war das lecker. Ich kann mich nicht entsinnen, in Zitroneneis schon mal so viele Fruchtstückchen gehabt zu haben.) Direkt danach gab es Döner, weil Biologie auch ausfiel.

Ansonsten ess ich eigentlich fast alles, besonders gerne Reisgerichte und Pilze. Ausnahmen bilden nur Innereien und Fischstäbchen; Spinat und Erbsensuppe lasse ich noch über mich ergehen. Fisch an sich ist ja etwas, was ich sogar sehr gerne mag, besonders geräuchert. Es gibt nichts über eine schöne geräucherte Makrele oder Forelle. Oder ein Lachs zu Weihnachten… Aber Backfisch? Uärgs. Bei Käse bin ich auch kritisch. Gouda, Schafs-, Frisch- und Schmelzkäse ist genehmigt. Wie gesagt, ich mag fast alles.

Dazu dann irgendeinen Saft und ich bin glücklich. Wie ich gestern schon in der WG geschrieben hab, trinke ich eigentlich nur nachts Mineralwasser und wenn ich wirklich durstig bin. Dann hilft auch nur noch Mineralwasser, finde ich, auf Leitungswasser ungesprudelt steh ich eigentlich weniger. Diverse Liköre und Biermischgetränke oder, besser noch, Met oder Rum, lehne ich natürlich auch nicht ab. In Maßssen, versteht sich…

Nur mit dem Selber kochen hab ich es nicht ganz so. Gut, die ein oder andere Thaisuppe, wenn ich mal allein zu Hause bin, bekomme ich schon noch aufgewärmt und Nudeln und Nachspeisen sind auch kein Problem. Alles andere habe ich im Grunde noch nicht wirklich probiert. Und ich fühle mich gerade unweigerlich an Dortmund und Rührei erinnert. Thii! An der Stelle würde jetzt super ein Foto passen, aber ich weiß nicht, ob ich darf. Naz?

Oh, und zu Weihnachten gibt es natürlich immer für die ganze Familie Weihnachtsgebäck. Dann warte ich einen Tag ab, wo außer mir keiner zu Hause ist, mach den PC an, dreh die Musik ganz auf und backe Vanillekipferl, Makronen, Rummarzipankartoffeln (Die mehr nach Rum als alles andere geschmeckt haben. Chrm.) etc. Die meisten Leute finden das sogar ganz lecker, was ich da fabriziere, wobei ich nicht weiß, wie ernst ich das nehmen kann.

Ich fürchte, wenn ich irgendwann mal alleine wohnen werde, werde ich mich hauptsächlich von Thaisuppen und Tiefkühlgerichten ernähren. Eigentlich nicht meine erste Wahl, aber ich kenn mich. Was Essen angeht bin ich furchtbar faul. Manchmal kann ich mich ja nicht mal aufraffen, mir irgendwas zum Abendbrot zu machen. Kein Wunder, dass ich rein theoretisch untergewichtig bin. Wenn ich Glück habe, kann ich es mir leisten. öfters mal essen zu gehen. [/Wunschgedanke] Chinesisch ist ganz besonders toll. Wenn es Zeugnisse gibt, gehen wir meistens zum Vietnamesen hier in der Stadt, das schmeckt so unverschämt gut dort. Egal ob Frühlingsrolle, knusprig gebratene Ente in Currysauce (I COULD MURDER A CURRY. ) oder die frittierten Bananen mit Honigglasur. Der Sohn sitzt übrigens in Latein neben mir. Leider hatte er bisher immer seine Sachen dabei, sonst hätte er wahrscheinlich nach dem zweiten Mal Vergessen statt Kuchen Mini-Frühlingsrollen mitbringen dürfen… Hnng! Hunger!

EDIT: Ich darf.

Jaha, das war Teamwork, das Ei befand sich derweil nämlich unter meiner Obhut. Und ich find, das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen, auch wenn ich keine Milch dazugegeben habe. *nick*