Num geht bloggen. Das EM-Finale fängt erst in einer dreiviertel Stunde an. Wer findet den Fehler? ![]()
[EDIT: Achtung, freilaufende Spoiler. Mir fällt gerade so beim Nachlesen auf, dass ich dieses Mal besonders viel von der Geschichte verraten habe. Und zum Nachbessern bin ich zu faul...]

Jeder Buchling kennt Hildegunst von Mythenmetz’ fabelhaften Roman über Echo, das Krätzchen – eine zamonische Kratze unterscheidet sich übrigens von unserer Katze lediglich dadurch, dass sie sprechen kann: In Sledwaya, der traurigsten Stadt Zamoniens, ist Echo dermaßen in Schwierigkeiten geraten, dass er gezwungen ist, mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt dem Schrecksenmeister Sledwayas das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muss Eißpin Echo dreißig Tage lang auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtum des Krätzchens gerechnet – vor allem nicht mit seinen neuen Freunden, der letzten Schreckse von Sledwaya, dem Einäugigen Schuhu und einem Gekochten Gespenst.
Das war jetzt also mein dritter Roman aus Zamonien. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich fand ihn nicht ganz so gut wie die Stadt der Träumenden Bücher oder Rumo. Aus einem ganz einfachen Grund: Der Schrecksenmeister ist zu kurz. ![]()
Dementsprechend ist auch die ganze Geschichte ziemlich flott erzählt. Moers wirkt immer etwas kurz angebunden, finde ich. Mal eben kurz in den Unkenwald, sich bloß nicht zu lange dort aufhalten. Izas ersten Aufenthalt im Schloss beenden wir mal eben mit einem Sturz vom Dach… So wirkte das stellenweise auf mich. Das wirkte sich auch auf die Spannung aus, manche Passagen haben mich deutlich mehr gefesselt als andere. Es gab zwar immer so kleine Überraschungsmomente, wie beispielsweise der Sturz vom Dach, die aber im nächsten Moment sofort wieder aufgelöst wurden. Das las sich dann meistens irgendwie… lieblos klingt so hart, das war es eindeutig nicht. Auf jeden Fall wenig originell. Echo fällt dreimal aus großer Höhe, wird zweimal von den Ledermäusen aufgegriffen. Hätte da das eine Mal am Schluss nicht gereicht? ![]()
Wenn man das mal mit der Stadt der Träumenden Bücher vergleicht, als Hildegunst von Mythenmetz in eine Falle tappt und nach Unhaim rutscht… Da wirkten sich solche Zwischenfälle noch langfristiger aus. Das meinte ich mit ‘zu kurz’. Insgesamt fand ich die erste Hälfte der Erzählung etwas low. Wayne, genug gemotzt, vielleicht bietet sich der Stoff für eine Odysee à la Buchhaim auch einfach nicht an. Was ich auf jeden Fall gelungen fand, war der Plottwist, bzw. die Plottwiste, mit Fjodor F. Fjodor, dessen Sprachfehler zwar auch nicht neu war, aber lustiger als Gaunabs. Und dass der Liebestrank für Eißpin gescheitert ist, fand ich gut, ebenso wie Izas Tod. Klingt hart, is’ aber so. ![]()
Das Finale, die letzten hundert Seiten etwa, waren dann auch spannender als der Rest. Er kann anscheinend besonders gut erzählen, wenn es Schlag auf Schlag geht. Die Revolution der Schmerzkerzen (Thiii! Ich will auch ein paar haben, die fand ich so toll.) und die Weiße Witwe – Das klang schon mehr nach dem alten Moers. Besonders angetan haben es mir ja die Schreckseneichen. ![]()
To Isengard! Though Isengard
be ringed and barred with doors of stone;
Though Isengard be strong and hard,
as cold as stone and bare as bone,
We go, we go, we go to war,
to hew the stone and break the door;
For bole and bough are burning now,
the furnace roars – we go to war!
To land of gloom with tramp of doom,
with roll of drum, we come, we come;
To Isengard with doom we come!
With doom we come, with doom we come!
Chrm, falsches Buch. Aber daran musste ich gleich denken, als die Eichen vor dem Schloss standen. Hach.
Ansonsten… Die Wortwitze waren natürlich auch wieder da. Das hätte mich auch arg gestört, wenn die gefehlt hätten. Dass Gofid Letterkerl ein Anagramm für Gottfried Keller ist, hab ich gemerkt, als Seldwyla Sledwaya genannt wurde. Den Namen hatte ich noch von Romeo & Julia auf dem Dorfe im Kopf, so dass ich mich im esten Moment glatt gewundert habe, warum er den Namen nicht umgewandelt hat. Ähnlich wie bei Fjodors Sprachfehler. Die Zeichnungen waren auch wieder schön, wenn auch ein wenig rar. Aber das sind sie ja sowieso. *hust*
Der größte Pluspunkt waren natürlich die Beschreibungen von Echo. Die Szene bei der Degustation war ja mal richtig knuffig, bei der Pinkelung musste ich so lachen. ![]()
Das Buch sollte man am besten wirklich mit Katze auf dem Schoß und etwas zu essen neben sich lesen. Rocky lag die meiste Zeit zwischen meinen Beinen und ließ sich kraulen. Dazu noch ein Teller mit Schokoladenkuchen und ‘ne Dose Erdnüsse. So lässt es sich doch leben. ![]()
Beim Lesen bin ich immer zwischen 6 und 7 geschwankt, nach dem Finale bekommt Der Schrecksenmeister auf jeden Fall 7 von 10 Schmerzkerzen verliehen. Beim nächsten Mal sollte Moers vielleicht lieber wieder etwas Eigenständiges schreiben übersetzen, nachdem wir schon zweimal das Wunder der Liebe hatten. Auch wenn das Nachwort von Mythenmetz witzig war… ![]()


] elderly Ankh-Morporkians do not bear the clean, efficient marks of the Assassins’ Guild. An apparant lack of any motives is also quite troubling. All Vimes has are some tracks of white clay and more of those bothersome „clue“ things that only serve to muck up an investigation. The anger of a fearful populace is already being dangerously channeled toward the city’s small community of golems – the mindless, absurdly industrious creatures of baked clay who can occasionally be found toiling in the citie’s factories. And certain highly placed personages are using the unrest as an excuse to resurrect a monarchy – which would be bad enough even if the „king“ they were grooming wasn’t as empty-headed as your typical pottery.



























