Damit mein Blog nicht ganz in der Versenkung verschwindet, spamme ich mal wieder ein wenig rum und kopiere dafür diese lustigen Fragen von Naz’ Blog. So. 
Gebunden oder Taschenbuch?
Also wenn ich mir das aussuchen dürfte, würde ich natürlich ganz klar die gebundene Ausgabe nehmen. Am liebsten noch mit Lesebändchen und im Schuber, falls es mehrere Bände sein sollten. Das macht schließlich viel mehr her. Und die Bücher halten länger, bzw. sehen länger wie neu aus. Ansonsten bin ich ja ein ganz armes Nümsche und kann mir nur (oder vorwiegend) Taschenbücher leisten, was allerdings auch keine allzu große Tragödie ist, weil viele Taschenbücher nebeneinander auch einen gewissen Reiz haben. Finde ich. Und man sieht wenigstens, dass die schon einmal durchgelesen wurden. Ich bemüh mich bereits jedes Mal, die Bücher so zu lesen, dass hinten kein Knick reinkommt. Aber wenn die nicht gerade allzu weich gebunden wurden, so wie The Gospel According To Biff, sondern mehr wie meine Pratchetts, ist mir das noch nicht gelungen. Irgendwann wurde es bisher dann doch zu spannend, um auf sowas noch zu achten.
Amazon oder Buchhandel?
Ach ja, die Wahl der Qual. Buchhandlung hat natürlich viel mehr Stil. Dummerweise gibt es in Preußisch Oldendorf keine; die nächste wäre in Lübbecke und die ist nicht ganz so groß. Sie ist auch nicht gerade klein im Vergleich zu anderen, aber mit Mayersche, Hugendubel und Thalia kann sie trotzdem nicht mithalten. Tja, sowas gibt es bei uns hier auf’m Land halt nicht. Dabei kann man in solchen Buchhandungen viel besser schmökern. Am besten über mehrere Etagen hinweg, mit lauter mehr oder weniger unbekannten Büchern… 
Chrm. In den Kleinen ist die Auswahl halt beschränkter. Sowas motiviert mich dann auch nicht zum Kaufen, wenn ich mich nicht zwischen vier oder fünf Büchern entscheiden muss. Deshalb bestelle ich auch mehr bei Amazon, weil ich dort wenigstens (fast) alles bekomme. Vor allem englische Bücher. Bei einem kleinen Sortiment sind natürlich dann auch nur deutsche Bücher dabei. Und das ist ja langweilig. 
Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen. Was sonst. Ich mach doch in meine schönen Bücher keine Eselsohren, wo denken die hin? Die einzigen Bücher, die ich mutwillig zerknickt habe, waren einige Schullektüren. The War Between The Classes beispielsweise. Das Buch hat es nicht verdient, geschont zu werden, dafür war es zu grottig. Was natürlich nicht heißt, dass ich jedes Buch, das wir in der Schule lesen, zerknicke und schändlich behandel. Romeo und Julia auf dem Dorfe von Gottfried Keller hat mir beispielsweise richtig gut gefallen. Das haben wir damals in der 7. Klasse gelesen und es gefällt mir nach wie vor, das will was heißen. Normalerweise merk ich nämlich immer, wenn ich mir irgendwas von früher, was ich mochte, angucke, wie kindisch das doch ist.
Außerdem hab ich ja genügend großartige Lesezeichen. Für englische Bücher benutze ich meistens meine Mayersche-Lesezeichen, für Schullektüren das mit “Geist ist geil” und so weiter… 
Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Teils, teils. Hauptsächlich hab ich nach Genre geordnet, wobei das natürlich bei einigen Büchern verschwimmt. Tolkien steht sowieso in einem eigenen Regal, zusammen mit allem anderen, was mit Mittelerde zu tun hat. Eine Reihe darunter stehen einige andere Fantasy-Bücher (Harry Potter, Markus Heitz…) Das waren so meine ersten Fantasybücher. Meine englischen Bücher, darunter auch Fantasy, stehen auch alle zusammen, abgesehen von einigen Ausnahmen. Eine andere große Abteilung sind die Magazine (P.M. Magazin, P.M. History, GEO). Der Rest verteilt sich dazwischen irgendwo. Geordnet sind die vorrangig nach Thema und Autor. Stephen King würde ich nicht neben Walter Moers stellen, wenn ich nicht noch genügend andere Bücher habe, die dazwischen passen. Als Schittkanten zwischen den Gruppen stelle ich meistens Bücher, die inhaltlich zusammenpassen. Zwischen Jurassic Park (Crichton) und den Klassikern steht beispielsweise Die vergessene Welt (Doyle). Pratchett wollte ich mal nach Ausgaben ordnen, dann nach Hauptfiguren, jetzt hab ich die chronologische Reihenfolge genommen. Ist eindeutiger und was die Ausgaben angeht, tut sich da auch nicht viel. Alphabetisch hab ich eigentlich nirgendswo gearbeitet, seh ich gerade, was etwas seltsam ist, weil ich normalerweise nicht gefühlsmäßig ordne… Spricht für meine Bücher.
Behalten, Wegwerfen oder Verkaufen?
Behalten. Und wenn man es wirklich gar nicht mehr im Regal stehen haben möchte, weil es furchtbar verknickt/dumm/kindisch ist, dann dezent irgendwo eine neue Ecke aufmachen, wo keiner hinguckt. Bei mir ist das ganz oben auf einem Regal. Da stehen jetzt Bibel, Gesangsbuch, einige Comics und Kinderbücher. Die wollte ich nicht mehr im Regal haben, weil sie nicht mit dem Rest harmonisierten. Und meine Was-Ist-Was-Bücher sind da oben. Die brauchten zu viel Platz unten. Ansonsten verschenke ich die Bücher auch häufig an Leute, die ich kenne. 
Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Was ist das denn für eine Frage, warum sollte ich den wegwerfen?
Ich mach ihn beim Lesen immer ab, damit er nicht verknickt, aber das ist ja auch was ganz anderes. Obwohl es sicher nicht im Sinne des Erfinders war, dass man lieber das Buch strapaziert und den Schutzumschlag schützt. Aber später im Regal macht sich doch ein frischer Umschlag viel besser.
Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Oh. Siehe oben.
Kurzgeschichte oder Roman?
Roman. Es gibt viele großartige Kurzgeschichten, aber das Doofe an einer Kurzgeschichte ist, dass sie recht kurz ist. Man hat sich gerade mit den Figuren angefreundet, da ist sie auch schon zu Ende. Vor allem bin ich am Anfang eines Buches in der Regel etwas unmotiviert, ich brauch erst ein paar Seiten hinter mir, bevor ich richtig in Schwung komme. Dann allerdings darf das Buch gerne etwas dicker sein.
Harry Potter oder Lemony Snicket?
Keins von beiden?
Harry Potter habe ich gelesen, allerdings nur die ersten 5 Bücher und auch nur auf deutsch. Außerdem ist es etwas länger her… Damals hat es mir gefallen, ja, aber… Hm. Heute bin ich da nicht mehr ganz so begeistert. Andererseits kenn ich Lemony Snicket nur vom Namen her. Der Name klingt schon sehr zitrusartig, das gibt schon mal einen Pluspunkt. Ich würde sagen unentschieden. 
Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zuende ist?
Das kommt ganz auf das Kapitel an. Solange es spannend ist und ich nicht wiederholt beim Lesen einschlafe, lese ich es lieber zu Ende. Und zwinge mich dann notgedrungen dazu, das Buch wegzulegen. Wenn das letzte Scharmützel o.ä. schon etwas länger her ist und gerade eine kleine Verschnaufpause herrscht, kann ich auch gut mittendrin aufhören, wenn das nächste Kapitel zu weit entfernt ist. Falls es nur vier, fünf Seiten sind, bring ich das selbstverständlich auch noch schnell hinter mich. Ansonsten müsste ich schon wirklich sehr kaputt sein.
“Die Nacht war dunkel und stürmisch” oder “Es war einmal”?
Uns ist in alten maeren wunders vil geseit…
Ersteres klingt spannender. Wenn ich eine Geschichte schreiben sollte, würde sie wahrscheinlich so ähnlich anfangen. Ich hab zwar auch nichts gegen Märchen, aber dieser Anfang… Och, nö. Der ist so unkreativ. Und so Sagen wie die Nibelungen und andere kommen auch ohne “Es war einmal…” aus. 
Kaufen oder leihen?
Erst leihen, um da zu gucken, ob es mir gefällt, und dann kaufen. Oder gleich von Anfang an selber besitzen. Ich bin nun mal, was Bücher angeht, etwas habgierig. Wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir auch nur ansatzweise gefällt, dann will ich das selber haben. Ganz gleich ob ich das noch irgendwann in absehbarer Zukunft noch mal lesen werde, was ich übrigens so gut wie nie mache. Abgesehen vom Herrn der Ringe, dem Hobbit und Ritus von Markus Heitz kann ich mich an kein Buch erinnern, dass ich mehr als einmal gelesen habe. Ich überleg gerade, ob ich einige der Harry-Potter-Bände zweimal gelesen habe…
Naja, auf jeden Fall will ich alles im Regal stehen habe. Früher war das nicht so, da bin ich mit meinem Vater immer in die Bücherei gegangen und hab da die regale geplündert. Da hatte ich auch kein Problem damit, sie wieder zurückzugeben; mein Wunschzettel blieb davon verschont. Heute wäre das vermutlich mein Untergang. Oder das meines Portemonnaies, wie man’s nimmt. 
Neu oder gebraucht?
Am liebsten neu. Deshalb überwinde ich in der Hinsicht auch lieber meinen Geiz und ersteiger anders als bei CDs, DVDs etc. auch ganz selten Bücher bei Ebay, außer wenn sie als ganz neu angepriesen werden. Ich schließ mich da mal Naz an: Ich will die Bücher schon selber entjungfern. 
Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Nach Bestsellerlisten richte ich mich überhaupt nicht, da kann ja jeder ankommen. Rezensionen schreibe ich eher hier auf meinem Blog selber. Ich schreib mir zwar jedes Mal, wenn ich von Klett-Cotta einen Newsletter oder die TolkienTimes erhalte, ein paar Bücher auf, allerdings hab ich mir davon bisher noch nie etwas gekauft. Direkt empfehlen lasse ich mir dafür viel. Tolkien wurde mir von meinem Vater und meinem Bruder empfohlen, auf Pratchett bin ich über das Forum und Naz gekommen, ebenso wie die Black Magician’s Trilogy. Biff kam von meiner Schwägerin und Cerb… Kurzum, für sowas bin ich sehr offen.
Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Geschlossen bitte. Auch wenn ich selber immer gerne offene Enden benutzt habe, wenn ich mal selber etwas geschrieben habe, macht mich das bei anderen doch immer wieder verrückt. Vermutlich weil ich mich da auch nicht als Autor fühle und somit die Legitimation habe, die Geschichte unaufgeschrieben weiterzudenken.
Morgens, mittags oder nachts lesen?
Morgens bin ich entweder im Bett und schlafe oder in der Schule. Wenn ich da nicht gerade eine Freistunde habe, in der in letzter Zeit aber auch nicht mehr so oft lesen, fällt die Zeit schon mal weg. Nachmittags lese ich eigentlich jeden Tag, meistens so um die zwei Stunden. Nachts habe ich es mir so angewöhnt, dass ich da an den PC gehe. Irgendwie werde ich leicht nervös, wenn es draußen dunkel ist und ich immer noch lese. dann kriege ich schnell das Gefühl, jetzt etwas anderes, in Ermangelung eines besseren Wortes “sinnvolleres” zu tun.
Einzelband oder Serie?
Gerne eine Serie. Pratchett soll beispielsweise endlich mal einen weiteren Roman mit Vimes schreiben. Ansonsten – Bei manchen Büchern wünsch ich mir direkt, nachdem ich es ausgelesen habe, dass es weitergeht. Bei der Black Magician’s Trilogy war das der Fall, obwohl gerade der erste Band kein Meisterwerk der Literaturgeschichte ist. Trotzdem hat es mir gefallen und ich wollte unbedingt mehr lesen. Man hätte eben noch viel mehr erzählen können, hatte ich so das Gefühl. Bei anderen Büchern, wie etwa den Mächten des Feuers von Heitz, brauche ich im Grunde keinen Nachfolger, obwohl mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Richtig gut. Aber es ist eben schon alles erzählt, finde ich.
Lieblingsserie?
Da ich nicht sooo viele Serien gelesen habe, hab ich da jetzt auch keine große Auswahlmöglichkeit. Die Wachenromane von Pterry.
Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand was gehört hat?
Ich hab gerade ein kleines Problem mit dem Begriff Lieblingsbuch. Aber Der Bastard von Berg von Edgar Noske war wirklich gut. Meine Rezension steht hier. 
Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Was hab ich denn letztes Jahr gelesen? Die Kinder des Judas von Heitz, aber die würde ich nicht unbedingt empfehlen. Der Gefangene von John Grisham, wenn ich mich richtig erinnere. Der war auch nicht schlecht. Das Buch hatte ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und fühlte mich daher quasi verpflichtet, es zu lesen. Ansonsten hätte ich es wahrscheinlich nie gelesen. Es geht um die wahre Geschichte eines Mannes in den USA, der unrechtmäßig des Mordes angeklagt wurde und auf den nun die Todesstrafe wartet. Ein Thriller eben, nacherzählt wird das ganze Leben dieses Mannes. Eigentlich nicht so mein Fall, aber hier hat es mir wirklich gefallen.
Welches Buch liest du gegenwärtig?
Deutsche Heldensagen von Waldtraut Lewin nacherzählt. Darin enthalten sind die Geschichten um Wieland den Schmied, Walther und Hildegunde, Dietrich von Bern, die Nibelungen und die Gudrunsage. Hat Cerb mir zum Geburtstag geschenkt.
Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
The Lord of the Rings von Tolkien. Da stimmt einfach alles, gerade im Englischen. Dieser Rhythmus der Sprache im Original, der auch teilweise bei Carroux zu finden ist. Die Geschichte an sich… Hach. Toll. Eines der wenigen Bücher, bei denen ich während des Lesens regelrecht einen Kloß im Hals hatte, weil mich der Inhalt so mitgenommen hat. Das passiert nicht bei vielen Büchern. Night Watch hat das ebenfalls geschafft vor kurzem. das Buch hat daher auch eine große Chance, von mir noch mal gelesen zu werden.
Lieblingsautoren?
J.R.R. Tolkien. Terry Pratchett hab ich mittlerweile auch auch ins Herz geschlossen. Und den dritten Platz… vergeben wir mal an Markus Heitz. Immerhin habe ich ihn schon mal in unserer Buchhandlung, von der ich oben erzählt habe, getroffen. Und er ist sehr sympathisch.